01.03.2004 Deutsch English

Same-Sex Marriage

Die Regenbogen-Fahne als Symbol der Schwulen/Lesbenbewegung im Castro
Die Regenbogen-Fahne als Symbol der Schwulen/Lesbenbewegung im Castro

(Angelika) Präsident Bush bevorzugt es, die liberale Hochburg San Francisco zu ignorieren. Auf seiner amerikanischen Landkarte existieren wir nicht. Diese Woche rang er sich allerdings gleich mehrmals durch, die Stadt an der Bay öffentlich zu erwähnen. Denn unser frisch amtierender Bürgermeister Gavin Newsom erschütterte Bush in seinen konservativen Grundfesten.

Weiterlesen

Costco Nation

Oprah Winfrey kauft in ihrer Show bei Costco ein
Oprah Winfrey kauft in ihrer Show bei Costco ein

(Michael) Wer kauft schon gerne im Supermarkt ein! Wenn ich allerdings einmal im Monat zum Super-Supermarkt "Costco" darf, erwacht in mir das Kind im Manne. Denn Costco, in den man nur mit Mitgliedskarte (die $45 im Jahr kostet) rein darf, hat nicht nur Lebensmittel. Ich kann stundenlang durch die Gänge flanieren und mir die irrsten Sachen ansehen: Ein Laser-Einparksystem für's Auto! Einen Feuerlöscher! Ein beleuchtetes Neon-Schild, das "Open" schreibt! Einen neuen Anti-Spar-Duschkopf, mit dem man leicht Elefanten im Zirkus duschen könnte! Die Anzahl der Artikel ist, ähnlich wie beim deutschen Aldi (der übrigens schon bis zur Ostküste der USA vorgedrungen ist) stark beschränkt. Es gibt meist nur eine Marke von irgendwas, aber fast immer den Marktführer.

Weiterlesen

Pfanni, Panni und der Maß- und Gewichtswahnsinn

Die Panni-Knödel in Amerika
Die Panni-Knödel in Amerika

(Michael) In unserem Supermarkt um die Ecke stellte ich vor einiger Zeit verwundert fest, dass es sogar Pfanni-Kartoffelknödelmischungen zu kaufen gibt. Allerdings heißen die nicht "Pfanni" sondern "Panni", wohl weil der Amerikaner das "Pf" nicht richtig aussprechen kann und "Fanni" sagen würde, was "lustig" (funny) heißt. Und die Zubereitung warf ungeahnte Schwierigkeiten auf: Man musste die in der Packung gelieferte Knödelmasse nämlich in "2 1/8 Cups" Wasser auflösen. Mit Hilfe des Internets kommt man dergleichen schnell auf die Spur: Auf convertalot.com steht zum Beispiel, dass 1 Cup genau 8 Flüssigkeitsunzen (Fluid Ounces) entspricht. Eine Unze sind knapp 30 Milliliter, ein Cup sind 237ml, also ungefähr ein Viertel Liter.

Weiterlesen

Lebenslange Rucksackgarantie

(Michael) Wie schon oft im Rundbrief erwähnt, lassen sich amerikanische Käufer im Gegensatz zum deutschen Kunden nicht vom Einzelhandel zum Affen machen. Die Geschäfte haben auf, wenn der Kunde Zeit zum Einkaufen hat und nicht wenn es der hehren Verkäuferschar beliebt, sich in die Arbeit zu schwingen. Wenn einem eine Ware nicht gefällt, tauscht man sie um -- da werden keine dummen Fragen gestellt oder Theater mit Gutscheinen aufgeführt, sondern das Geld zurückgezahlt und fertig ist der Lack.

Weiterlesen

Altglasentsorgung

Obdachloser mit Einkaufswagen und Pfandflaschen
Obdachloser mit Einkaufswagen und Pfandflaschen

(Michael) Wie in Deutschland zahlt man in Amerika auf Glas- und sogar manche Plastikflaschen Pfand im Laden. Allerdings würde niemand auf die Idee kommen, das Leergut wieder zurück in den Laden zu tragen, um das Geld wieder einzukassieren. Vielmehr wirft man die Flaschen in eine blaue Kiste, stellt sie an einem bestimmten Wochentag für den städtischen Altglaseinsammler auf die Straße und lässt das Geld sausen.

Weiterlesen

Neu im Fernsehkasten: Mythbusters

Die "Mythbusters"
Die "Mythbusters"

(Michael) Unsere Fernsehkasten-Hilfe Tivo ( Rundbrief 05/2001 ) hat mal wieder heimlich in den Kanälen herumgestöbert und eine Sendung entdeckt, die mir gefällt: Die Sendung "Mythbusters" (Mythen-Zerstörer) auf dem Discovery-Channel.

Weiterlesen

Kuriositäten im amerikanischen Schulsystem

Schul-Uniformen
Schul-Uniformen

(Angelika) Ha, keiner hat es gemerkt, dass ich euch noch den letzten Teil in meiner Triologie "Das amerikanische Schulsystem" schuldig bin. Es fasziniert mich immer wieder, was man sich für ein Halbwissen durch den jahrelangen Genuss von amerikanischen Fernsehsendungen bezüglich amerikanischer Schulen aneignet. So weiß jeder aus der Teenie-Serie "90210", dass Verabredungen in der Highschool stets vor den obligatorischen "Lockern" getroffen werden.

Weiterlesen

Schlechte Wirtschaftslage und Schließungen

Die UC Berkeley Extension
Die UC Berkeley Extension

(Angelika) Trotz der hartnäckigen Propaganda der Bush-Administration, dass Amerika sich im Aufschwung befindet, finden immer noch Entlassungen bzw. kaum Neueinstellungen in San Francisco und im Silicon Valley statt. Der neuste Trend ist, dass Firmen nicht nur ihre Produktionen in Billigländer auslagern sondern auch ihre Entwicklungsabteilungen, denn in Indien zahlen die Firmen den Programmierern einen Bruchteil des Gehalts, was hier berappt werden müsste. Viele Firmen, durchaus finanzkräftige große, streichen ihre Krankenkassenprogramme zusammen.

Weiterlesen

Es bebt wieder

Ein Erdbeben mit 6.5 auf der Richterskala
Ein Erdbeben mit 6.5 auf der Richterskala

(Michael) Am Montag, den 22.12. um elf Uhr morgens arbeitete ich im Büro, als plötzlich das AOL/Netscape-Gebäude in einer wellenförmigen, durchaus harmonischen Bewegung anfing, etwa einen halben Meter hin- und herzuschwingen. Wir waren gerade in neue Räumlichkeiten im dritten Stock umgezogen und ich dachte zuerst, jemand schöbe einen schweren Schrank den Flur entlang. Als das Ganze anhielt und auch der Kollege, der gerade an meinem Cubicle-Eingang stand und sich mit mir unterhielt, verwundert dreinsah, schaute ich schnell im Internet nach, und siehe: Ein 6.5er auf der Richterskala.

Weiterlesen

Netscape am Ende?

Verwaist: Der Netscape-Campus
Verwaist: Der Netscape-Campus

(Michael) Kurz vor Weihnachten letzten Jahres räumte AOL die letzten Gebäude auf dem ehemaligen Netscape-Campus. Von 800 Leuten wurde etwa 500 sofort gekündigt und etwa 100 erhielten ein Angebot, an die Ostküste, nach Dulles ins Hauptquartier von AOL zu ziehen. "Sofort gekündigt" hieß dabei, um zehn Uhr Bescheid zu kriegen, bis 12:00 mittags das Gebäude zu verlassen. Ein hektisches Treiben setzte ein, private Dinge aus Cubicles wurden geräumt, Verabschiedungsszenen überall, ein trauriger Tag. Die Firma ließ sich nicht lumpen und zahlte jedem 4 Monate "Severance Package", also Gehalt plus Krankenversicherung.

Weiterlesen

 
 
Impressum
Letzte Änderung: 14-Aug-2024