24.06.2011 Deutsch English

Staatsbegräbnis für Feuerwehrmänner

Ein feierliches Begräbnis für zwei im Einsatz umgekommene Feuerwehrleute in San Francisco. Foto: flickr[Lulu Vision|lulutoo/5820938301]
Ein feierliches Begräbnis für zwei im Einsatz umgekommene Feuerwehrleute in San Francisco. Foto: flickr[Lulu Vision|lulutoo/5820938301]

Angelika Feuerwehrleute sind in den USA hoch angesehen. Sie werden in der Regel als Helden gefeiert, die sich nicht scheuen, ihr Leben zu riskieren. Vor allen Dingen nach dem 11. September, den Anschlägen in New York und auf das Pentagon, verstärkte sich diese Sichtweise noch einmal, denn es waren Feuerwehrleute, die unerschrocken das World Trade Center betraten, um Menschenleben zu retten und teilweise dabei selbst ums Leben kamen. Im Gegensatz dazu haben viele Amerikaner zu Polizisten doch ein eher gespaltenes Verhältnis.

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Schafkopfen im Internet

Schafkopf spielen mit anderen Leuten im Internet: sauspiel.de
Schafkopf spielen mit anderen Leuten im Internet: sauspiel.de

Michael Dass es schon ewig keinen neuen Rundbrief mehr gegeben hat liegt zum Teil daran, dass ich ein neues Hobby entdeckt habe: Online auf sauspiel.de mit anderen Leuten im Internet Schafkopf zu spielen. Beinahe zu jeder Tages- und Nachtzeit findet sich dort sofort ein offener Tisch, an dem nur noch ein Spieler fehlt, und man setzt sich einfach dazu. Und zack, schon kriegt man die ersten vier Karten und der Spaß geht los. Wenn Angelika zum Beispiel ankündigt, dass wir in zwei Minuten irgendwo hinfahren, setze ich mich blitzschnell an den Computer und spiele noch ein Schafkopfspiel.

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Legale Politikerbestechung: Lobbyismus

Das Buch "So Damn Much Money" von Robert Kaiser erläutert den Zusammenhang zwischen Interessengruppen, Lobbyisten und der Politik.
Das Buch "So Damn Much Money" von Robert Kaiser erläutert den Zusammenhang zwischen Interessengruppen, Lobbyisten und der Politik.

Michael In den USA erhalten politische Parteien kein Geld vom Staat, sondern finanzieren ihre Wahlkämpfe komplett mit Spenden von Parteifreunden. Um zu verhindern, das mächtige Industriemagnaten die parlamentarischen Abgeordneten direkt bestechen, beschränkt das Parteispendengesetz Zuwendungen von Einzelpersonen an einzelne Abgeordnete auf $2.500 (die Höchstbeträge für Parteispenden variieren je nach Spenderorganisation und Zuwendungsart). Um mit üppigeren Geldmitteln auf die Politik einzuwirken, heuern Interessengruppen deshalb heutzutage Lobbyfirmen an, die gute Kontakte zu einflussreichen Politikern pflegen. Die Lobbyfirma vermittelt dann zwischen Interessengruppe und Parlamentariern, trommelt auf der einen Seite Bürger zusammen, die je $2.500 an den Abgeordneten spenden und der Politiker verspricht dafür im Gegenzug, entsprechend den Wünschen der Interessengruppe im Parlament abzustimmen. Gruppen von finanzstarken Leuten formen auf der Spenderseite sogenannte Political Action Committees (PACs), die Fundraiser organisieren und ihr Geld zusammenlegen. Ein Blick auf die historische Entwicklung der PACs in Amerika lohnt sich: Nach dem Buch "So Damn Much Money" von Robert Kaiser, der die trockene Geschichte spannend erzählt, gab es 1974 insgesamt 608 PACs, die 12 Millionen Dollar spendeten. Zwei Bundeswahlen später, 1982, waren es schon 3371 PACs, die zusammen 83 Millionen Dollar in die Wahlkämpfe ihrer Favoriten butterten.

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Der Hunderste Bay-to-Breakers

Bay to Breakers: Zwischen Volkslauf und Fasching. Foto: flickr[Jennifer Boriss|donotlick/4616319852]
Bay to Breakers: Zwischen Volkslauf und Fasching. Foto: flickr[Jennifer Boriss|donotlick/4616319852]

Angelika Michael ließ es sich auch dieses Jahr nicht nehmen, an einem der ältesten und berühmtesten Straßenläufe in San Francisco teilzunehmen. Der Bay-to-Breakers fand wie jedes Jahr am dritten Sonntag im Mai statt und dieses Jahr zum hundersten Mal. Wir haben ja schon des öfteren berichtet ( Rundbrief 06/1999 , Rundbrief 08/2000 ), dass der Stadtlauf seinen ehrwürdigen Namen durch die Streckenführung erhielt, die sich in all den Jahren nur geringfügig verändert hat. Der Lauf geht nämlich von der San Francisco Bucht (Bay) in der Nähe des Embacadero quer durch die Stadt zum Pazifischen Ozean. Der zweite Teil des Namens, "Breakers", bezieht sich auf die sich dort bekanntlich brechenden Wellen.

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San Francisco Ansichten: Clement Street

Leckere gebratene Enten im Schaufenster auf der Clement Street.
Leckere gebratene Enten im Schaufenster auf der Clement Street.

Angelika Jeder kennt San Franciscos berühmtes Viertel "Chinatown", entweder aus dem Fernsehen oder weil es zum Pflichtprogramm jedes Touristen gehört. Auch wenn vieles in diesem Viertel, das mitten in der Innenstadt liegt, mittlerweile "Touristenfalle" schreit, bieten Händler dort immer noch exotische Gewürze, Früchte und Tee in allen Variationen feil und die Restaurants bieten so manchen kulinarischen Genuss. Echte Kenner weichen allerdings auf die Clement Street aus, was unter den Einheimischen als das alternative Chinatown gilt.

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Meilensteine amerikanischen Humors

"Knock-knock!" "Who's there?"
"Knock-knock!" "Who's there?"

Michael Der sogenannte Knock-Knock-Joke ist eine in Deutschland weitgehend unbekannte Scherzform, die nicht nur in den USA, sondern auch im gesamten anglophilen Sprachraum sowie in Frankreich und Belgien die Gemüter erheitert. Der Witz besteht aus fünf Zeilen, die jeweils abwechselnd vom Witzerzähler und dem Zuhörer gesprochen werden.

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Falsches Englisch

Dieser gereizte Herr verstünde sicher keinen Spaß, wenn jemand sein falsches Englisch korrigierte.
Dieser gereizte Herr verstünde sicher keinen Spaß, wenn jemand sein falsches Englisch korrigierte.

Michael Amerikaner sprechen manchmal bewußt falsches Englisch, um entweder zu scherzen oder jugendlich und cool zu erscheinen. Dabei handelt es sich nicht um das von den Nutznießern des sozialen Wohnungsbaus oft zur Schau gestellte Gangster-Englisch. Wer "He do" sagt, outet sich sofort als Außenseiter ohne Hauptschulabschluss, was eigentlich nur bei hoffnungslosen Jugendlichen als cool gilt.

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Borge dir mein Auto!

Der Parkplatz der City-Car-Share-Autos in unserem Viertel.
Der Parkplatz der City-Car-Share-Autos in unserem Viertel.

Angelika Amerikaner pflegen in der Regel ein recht entspanntes Verhältnis zu ihren Autos. Es ist ein Gebrauchsgegenstand, der einen zuverlässig und bequem zur Arbeit oder von A nach B bringt. Die meisten nehmen es nicht so genau, wenn ihr Auto einige Kratzer abbekommt und setzen ihr Auto beim Ein- und Ausparken schon mal auf die Stoßstange des vorderen oder hinteren Autos auf. Autos zu mieten ist weit verbreitet, denn um die großen Entfernungen im Land zu überbrücken, bietet sich oft das Flugzeug als schnellstes Verkehrsmittel an und dann leiht man sich eben vor Ort bei einer der großen Autovermietungsfirmen ein Auto aus. Hinzu kommt, dass es oft keine wirklichen Alternativen gibt, denn das öffentliche Verkehrssystem lässt in vielen Gegenden noch zu Wünschen übrig. Da die Konkurrenz zwischen den Autovermietungsfirmen wie Hertz, Alamo, Avis oder Dollar groß ist, kann der Kunde sich oft über gute Deals freuen. Oft kosten kleine Autos unter zwanzig Dollar pro Tag.

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Letzte Änderung: 26-Nov-2012