Angelika Jedes Jahr im April raufen sich Millionen von amerikanischen Steuerzahlern und -beratern die Haare, denn am 15. April, komme was da wolle, muss jeder, der in den USA steuerpflichtig ist, seine amerikanische Steuererklärung für das vorherige Jahr abgeben. Am vergangenen 15. April war also die Steuererklärung für das Jahr 2013 fällig. Nur wenn der 15. April auf ein Wochenende oder einen Feiertag fällt, verlängert sich die Gnadenfrist bis zum nächsten Werktag. Auch gibt es theoretisch die Möglichkeit, die Abgabe um ein halbes Jahr hinauszuziehen und eine Verlängerung zu beantragen, also die Steuererklärung am 15. Oktober abzugeben. Allerdings befreit einen das amerikanische Finanzamt nicht davon, die Steuerschuld zu begleichen. Rechnet der Steuerzahler also damit, Steuern nachzuzahlen, muss er diese bis zum 15. April begleichen, Verlängerung hin oder her, oder es hagelt Zinsen und Strafgebühren. Ich habe deshalb nie richtig verstanden, warum sich jemand für eine Verlängerung entscheidet, denn wenn ich eh ausrechnen muss, wieviel Steuern ich eventuell nachzuzahlen habe, kann ich mich auch gleich hinsetzen und alles fertig machen, es sei denn, ich weiß, dass ich fast immer eine Vergütung vom Finanzamt erhalte.
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