Angelika Vor etwa 24 Jahren, genauer am 17. Oktober 1989, rüttelte ein Erdbeben der Stärke 6,9 San Francisco durch. Zum Opfer fiel ihm ein Teil der Bay Bridge, die San Francisco mit Oakland verbindet. Ein Stück der oberen Fahrbahn krachte dabei auf die untere und eine Autofahrerin kam dabei auf der Brücke zu Tode. Es war gleich nach dem Erdbeben klar, dass die Brücke die nächste Schockwelle nicht mehr überstehen würde und deswegen dringend ersetzt werden musste. Und damit begann der Streit, um eine neue Brücke: Kosten, Design, Hängebrücke, ein- oder wieder doppelstöckig, mit Fahrrad- und Fußgängerweg oder ohne? Um Alles und Jedes wurde gefeilscht. Erschwerend kam hinzu, dass zwei Städte, nämlich San Francisco und Oakland, sich einigen mussten. In beiden regierten Bürgermeister mit überdimensioniertem Geltungsbewusstsein, Willie Brown in San Francisco und Jerry Brown, der jetzige Gouvernor von Kalifornien und damalige Bürgermeister von Oakland. Aber am Dienstag, dem 3. September 2013, nach fast 24 Jahren Baudrama, eröffneten die Verantwortlichen schließlich die neue Brücke.
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