01.08.2003 Deutsch English

Straßenampeln im Weltraumzeitalter

Die Ampel zählt die Sekunden: 5, 4, 3 ...
Die Ampel zählt die Sekunden: 5, 4, 3 ...

(Michael) Wer schon mal in Amerika war, weiß, dass dort die Ampeln anders funktionieren als in Deutschland: Erstens gibt es für Autofahrer keine Gelbphase, wenn die Ampel von Rot auf Grün umspringt. Das geht einfach zack! und liegt wahrscheinlich an den vielen Autos mit automatischer Gangschaltung: Niemand muss zum Anfahren den Gang einlegen.

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Kalifornische Knarrengesetze

Beliebte Waffenzeitschrift: "Handgunner"
Beliebte Waffenzeitschrift: "Handgunner"

(Michael) Entgegen der wohl in Deutschland vorherrschenden Meinung marschieren nicht alle Amerikaner mit geladenem Revolver im Gürtel herum oder ballern nach spannenden Sportveranstaltungen aus dem Autofenster in die Luft. Nein, Schußwaffenbesitz und -gebrauch sind streng geregelt. Im Rundbrief 01/2001 haben wir schon einmal die Theorie amerikanischer Waffengesetze angerissen. Heute nehmen wir mal durch, wie das im kalifornischen Alltag aussieht.

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Kalifornisches Kasperltheater

Nachrichten: Gouverneur Gray Davis wird zurückgepfiffen
Nachrichten: Gouverneur Gray Davis wird zurückgepfiffen

(Angelika) Nachdem sich Kalifornien durch die Energiekrise mit diversen Stromausfällen (wir berichteten), das Platzen der Internetblase mit Firmenschließungen und steigender Arbeitslosigkeit quälte und sich jetzt einem Haushaltsdefizit von 38 Milliarden Dollar gegenüberstehen sieht, macht sich Unmut in der Bevölkerung breit. Wie die Deutschen auf Schröder und Co. schimpfen, erzürnen sich viele Kalifornier über Gray Davis, den erst Ende 2002 wiedergewählten demokratischen Gouverneur (vergleichbar mit dem Ministerpräsidenten) von Kalifornien.

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Topprodukt

Kleideretiketten
Kleideretiketten

(Michael) Sicher habt ihr auch schon mal auf ein Etikett in einem Kleidungsstück gestarrt: "Uuuh, Giorgio Armani ...", was das wohl gekostet hat? "Ah, Prada!" Der Pulli sieht zwar aus wie aus der Altkleidersammlung, aber, hey, war sicher teuer! In einem Zaubererladen in Las Vegas entdeckte ich neulich etwas, um diesem Unfug ein Ende zu bereiten: Einnähbare Etiketten, auf denen fabrizierter Blödsinn steht: "100% Pure Shit" steht auf einem, "100% Cow Dung" auf einem anderen. Und ich hab's mir sofort eigenhändig in den Fasipelz-Pulli eingenäht, den ich seit Jahren jeden Tag trage. Nur schwierig, das Etikett jemandem zu zeigen, aber hey, Humor kommt von innen ...

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Wie lange noch?

500 Mülltüten -- reichen 6,5 Jahre
500 Mülltüten -- reichen 6,5 Jahre

(Michael) Über meine Obsession, bei meinem Lieblingssupermarkt "Costco" einzukaufen, habe ich schon oft berichtet. Aber nur alteingesessene Stammleser mit Elefantengedächtnis wissen, dass ich vor sechseinhalb Jahren dort als eine der ersten Aktionen in San Francisco eine 500er-Packung Mülltüten gekauft habe. Im Rundbrief 12/1996 steht's beschrieben und auf diesem Foto könnt ihr es sehen: Vor dem damals ebenfalls neugekauften Sharp-Fernsehkasten, der schon lange den Geist aufgegeben hat, und links neben dem Corona-Bier-Tragl, das sich noch weniger lange hielt, sieht man dort eine Packung der Firma Kirkland mit 500 Mülltüten. Warum ich das schreibe? Vor einigen Tagen haben wir die letzte verbraucht. Das fußt allerdings nicht auf der Tatsache, dass wir extrem wenig Müll produzierten, sondern nur darauf, dass man in den USA im Supermarkt immer mit Plastiktüten zugeschüttet wird, die man dann später für den Abfall hernimmt, sodass man kaum selber gekaufte Mülltüten verbraucht. Nun stehe ich vor der Frage: Soll ich nochmal einen 500er-Pack kaufen, bleiben wir nochmal 6,5 Jahre?

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Das marode Rentensystem

Oma Meume muss sich ihre Rente in der Gameshow erspielen
Oma Meume muss sich ihre Rente in der Gameshow erspielen

(Michael) Im Gegensatz zu den Deutschen, die zu meinem nicht geringen Erstaunen immer noch gerne von staatlicher Rente träumen, haben die Amerikaner bereits die Wahrheit kapiert, und niemand, der heutzutage jünger als 35 ist, ordentlich Geld verdient und einigermaßen bei Verstand ist, erwartet vom Staat irgendwelche signifikanten Rentenzahlungen.

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Das amerikanische Schulsystem

Vorsicht, Schule!
Vorsicht, Schule!

(Angelika) Ferienzeit in Deutschland: Wie passend, mal etwas über das amerikanische Schulsystem zu schreiben. Jeder meint, es aus amerikanischen Fernsehsendungen zu kennen. Aber glaubt ihr auch, dass in Amerika private Schulen dominieren? Falsch, nur 11% der amerikanischen Schüler drückten die Schulbank einer privaten Schule im Jahr 2002 - sagt jedenfalls die Statistik des "National Center for Education Statistics".

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San Francisco Lokal: U-Bahn zum Flughafen

Der rasende Rundbriefreporter testet die U-Bahn zum Flughafen
Der rasende Rundbriefreporter testet die U-Bahn zum Flughafen

(Angelika) Und hier wieder der Lokalteil aus San Francisco. Nach 30!-jährigem Debattieren und Planen fuhr Ende Juni endlich die erste U-Bahn, im Volksmund BART (= Bay Area Rapid Transportation System) genannt, auf neuerbauter Strecke zu San Franciscos Flughafen SFO. Nun mag euch Europäern das etwas hinterwäldlerisch anmuten. Doch wer die USA schon auf so mancher Reise kennen lernte, weiß, dass selbst große Flughäfen meist über keine U-Bahn-Anbindung in die Innenstadt verfügen; geschweige denn die Städte über ein vernünftiges öffentliches Verkehrssystem. So stellt sich das San-Francisco-Modell als bahnbrechend dar. Wie in den meisten amerikanischen Städten gab es bis dato nur die Möglichkeit, mit dem Taxi, dem eigenen Auto oder dem so genannten "Door-to-Door-Shuttle" ("von-Tür-zu-Tür") zum Flughafen zu gelangen.

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Letzte Änderung: 14-Aug-2024