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  Rundbrief Nummer 131  
San Francisco, den 01.12.2019


Abbildung [1]: Hinter dicken Mauern lagern schöne alte Neonreklamen.

Angelika Wenn es um Las Vegas geht, kommt bei uns aus verständlichen Gründen Sentimentalität auf. Manchmal vermissen wir das alte Las Vegas schon sehr. Schließlich fuhren wir damals als Studenten hin, um billig und ausreichend an den "All You Can Eat" Buffets zu essen, ein erschwingliches Mietauto zu ergattern, und anschließend in die diversen Nationalparks zu sausen. Las Vegas hat sich seit unserer ersten Begegnung dort schon viele Male wieder neu erfunden, aber für uns umweht die Stadt Nostalgie, weil wir uns eben dort kennengelernt haben. Wir werden bei unseren Besuchen nicht müde, danach zu suchen.

Abbildung [2]: Das Neon-Museum stellt allerhand farbenfrohe Glamor-Reklameschilder aus, die schön im Abendlicht leuchten.

Im "Neon Museum" kamen wir dieses Mal auf unsere Kosten. Jeder, der schon einmal in Las Vegas war, weiß, dass einen dort bunte überdimensionierte Neonreklamen auf Schritt und Tritt verfolgen, die funkeln und blinken. In Las Vegas scheinen die Lichter niemals auszugehen. Viele dieser Neonschilder haben einen gewissen Ikonenstatus erreicht, weil sie entweder ein besonders schönes oder auch kontroverses Design aufweisen oder zu einem Casino gehörten, das es schon lange nicht mehr gibt, aber einmal einen wichtigen Platz in der Geschichte Las Vegas innehatte.

Abbildung [3]: Die Statue dieses Billiardspielers warb früher für einen Billiardsalon.

Das 1996 gegründete Neon Museum hat sich die Aufgabe gestellt, diese alten Schilder zu bewahren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Freilichtmuseum stellt sie alle draußen im sogenannten "Boneyard" zur Schau und der Besucher läuft durch die angelegten Wege und kann die ebenerdig aufgestellten Neonschilder bewundern. Die Sonne brennt dabei gnadenlos vom Himmel, denn Las Vegas liegt bekanntlich in der Wüste und es gibt in den Freilichtkulissen keinen Schatten. Wir fanden uns am späten Nachmittag im Museum ein, weil dann die Sonne die Neonschilder im besonders schönem Licht erschienen ließ.

Abbildung [4]: Das Reklameschild des Milchmanns im Neon-Museum.

Die Idee für das Museum entstand, als 1996 das berühmte Casino und Hotel "The Sands" schloss und niemand wusste, wohin mit dem geschichtsträchtigen und überdimemsional großen "Sands"-Schild. Es wanderte leider auf den Müll. Die freundlichen Museumsangestellten erklärten uns, dass oft die Größe der Schilder ein Problem darstellt, denn der Abbau und Transport ist kostspielig.

Abbildung [5]: Luftgitarrenkünstler Michael vor der 20 Meter hohen Gibson Les Paul, dem Prachtstück des Neon-Museums.

Die Firma "Young Electric Sign Company" (YESCO), die ihren Sitz in Salt Lake City in Utah hat, hat viele dieser Schilder gefertigt und gilt auch heute noch als führend in der Branche. Im Neonmuseum befinden sich mittlerweile viele bekannte Schilder, wie das von den Casinos "Stardust", "Aladdin", "Riviera" oder "Sahara". Mir gefielen aber besonders die unbekannteren, so zum Beispiel ein Milchmannmännchen, das Milch bringt. Das Museum kostet 30 Dollar Eintritt pro Person. Man darf nur mit seinem Handy oder mit seinem Tablet fotografieren. Trotz des hohen Eintrittspreises können wir den Besuch im Museum wärmstens empfehlen.

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Letzte Änderung: 08-Dec-2019