Michael In Deutschland führen viele Supermärkte diese zusammenfaltbaren Plastikboxen und sie kosten selten mehr als drei, vier Euro. Alte Einkaufsfüchse lagern sie flach im Kofferraum ihrer Autos, und wenn sie den Einkaufswagen voller Lebensmittel zurück zum Parkplatz rollen, entfalten sie die Box und schwupps nimmt sie alle Waren auf, schon wieder eine Plastiktüte gespart.
Aber Amerika kennt diese Boxen nicht. Angelika nennt sie immer "Körberkisten", meint wahrscheinlich "Curver-Kisten" aber das sind solide Plastikteile, die sich nicht zusammenfalten lassen. Vor geschätzten 15 Jahren fand ich aber im "Daiso", der japanischen Version von "Rudi's Reste Rampe" in South San Francisco eine orange-schwarze Plastikfaltbox zum Schlagerpreis von 6 Dollar, kaufte erst eine, dann noch eine, und jedes Mal, wenn ich sie im Lebensmitteldiscounter "Trader Joe's" an der Kasse entfaltete, konnten sich die Kassierer kaum noch einkriegen: Ja sowas, so praktisch, wie ging das nochmal, ob ich sie nochmal zusammen- und dann wieder auseinanderfalten könne zu Illustrationszwecken?
Das ging so wie gesagt gut zehn bis fünfzehn Jahre, aber in letzter Zeit ließ die Stabilität dieser Boxen wegen Altersschwäche stark zu wünschen übrig. Ich schaute wieder beim japanischen Resterudi in South San Francisco vorbei, aber der hatte die Wunderschachtel nicht mehr im Sortiment. Also leimte ich die kaputten Boxen immer wieder zusammen, bis ich letztes Wochenende zufällig bei Costco eine neue, viel stabilere Version namens "Clever Crates" (Kluge Tragel) zum Haute-Volé-Preis von $12.89 entdeckte, und wieder zwei kaufte, auf dass sie mir bis 2030 beim Lebensmitteleinkauf zur Seite stehen. Bei Costco enden die Preise übrigens immer auf .99 Cent, und wenn etwas $xx.89 kostet, heißt das gemäß dem streng geheimen aber mir bekannten Preisschlüssel, dass es sich um Restware handelt, die nach dem Motto "alles muss raus" schleunigst an den Mann gebracht wird. Um Himmels willen deckt euch ein, die Chance ergibt sich nur alle fünfzehn Jahre!