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  Rundbrief Nummer 17  
San Francisco, den 26.09.99
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Abbildung [1]: Der rasende Rundbrief-Reporter riskiert Kopf und Kragen für eine gute Story

Und so kam es: An einem Samstag fuhren wir hoch nach Davis bei Sacramento, wo "in the middle of nowhere" am Ende einer Straße namens "29a" ein kleiner Flugplatz liegt -- in 50km Umkreis gibt es dort nur Äcker und Maisfelder. Wir meldeten uns an, bekamen einen einstündigen Kurs über die wichtigsten Sicherheitsbestimmungen zu hören und mussten ungefähr 15 verschiedene Urkunden unterschreiben, versichernd, dass wir auf keinen Fall die Fallschirmfirma verklagen würden, falls etwas schiefginge beim Sprung. Dann wurden wir in Overalls gesteckt, ein Fallschirmspringer namens "Zach" stellte sich mir vor und wie die Astronauten zum Space-Shuttle spazierten wir über das Rollfeld zu einer dort wartenden kleinen Propellermaschine, in die wir uns hineinzwängten. Die Maschine nahm kurz Anlauf, hob ab, und schraubte sich in die Höhe. Nach etwa 20 Minuten erreichten wir eine Höhe von 5000 Metern, es ging los! Eine Luke wurde geöffnet, und ein eiskalter Wind strömte herein, die erfahrenen Fallschirmspringer lachten sich kaputt als wir sagten, wir wären, äh, leicht verunsichert. Mein Springer zurrte die Gurte fest, mit denen ich an ihm festgeschnallt war, und wir humpelten vor bis zur Luke, ich ging, wie wir vorher besprochen hatten, vor bis zur Kante, so dass meine Schuhspitzen leicht darüber hinausschauten, sah hinunter -- und ich sage euch, meine Lieben: Unter mir lag lange nichts, und dann Kalifornien. Zach hielt sich derweil mit den Händen an einer Stange über der Luke fest, ich verschränkte die Arme über der Brust, er zählte "One ... Two ... Three !!!!" und ich ließ mich vornüber plumpsen. Der Adrenalinstoß, der durch mein Hirn rauschte, war unglaublich, während wir fielen und fielen und innerhalb weniger Sekunden auf etwa 200 Stundenkilometer beschleunigten (Abbildung 1).

Ich fiel voran, waagerecht, mit dem Bauch auf die Erde zu, Zach war über mir festgeschnallt. Als wir uns stablisierten, signalisierte er mir mit dem "Daumen nach oben", dass ich die Hände ausstrecken konnte (Abbildung 2).

Abbildung [2]: Im freien Fall der Erde entgegen ...

Abbildung [3]: ... 60 Sekunden lang!

Der Kameramann, ein weiterer Fallschirmspringer, der eine Videokamera auf seinem Helm montiert hatte, war uns hinterhergesprungen und kreiste nun um uns herum, um ein paar Schnappschüsse zu machen. Es war völlig irreal: Nach der Beschleunigungsphase fällt man mit konstanter Geschwindigkeit und fühlt sich völlig schwerelos, es ist, als schwebe man im Weltraum, nur spürt man den Wind und hört das Brausen. 60 Sekunden lang hielt das an, die Erde kam langsam näher, ich schaute nur und konnte es nicht fassen. Plötzlich kam wieder ein Zeichen, und Zach öffnete den Fallschirm, was uns blitzschnell von 200 km/h auf etwa 30 km/h abbremste, es fühlte sich an, als zöge uns jemand ruckartig an einer Schnur hoch und es wurde schlagartig still. Wir konnten uns wieder unterhalten, Zach gab mir die Schlaufen für den Fallschirm und ich durfte nach links und rechts ziehen, um die Richtung zu steuern und um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Landung verlaufen würde. Zieht man nämlich an beiden Leinen gleichzeitig, bremst man ab, es ist, als bliebe man in der Luft stehen. Wir besprachen, was ich bei der Landung beachten müsse, nämlich die Beine nach vorne zu strecken, die Schlaufen zu ziehen und auf dem Hintern zu landen und so kam es denn auch: Nach mehreren Minuten des Segelns kamen wir wohlbehalten auf der Erde an (Abbildung 4).

Abbildung [4]: Die sanfte Landung

Ich war noch völlig wirr im Kopf, auf dem Video, das ich mit nach Hause nehmen durfte, sieht man einen landenden Michael, der Mann hinter der Kamera fragt "Mike, what do you think?" und der Hauptdarsteller sagt -- ... -- gar nichts. Ein paar Sekunden Pause, dann wild gestikulierend: "Amazing!". Don't try this at home, kids. We are trained professionals.

Nachrichten aus der Dunkelkammer

Angelika werkelt derweil weiter fleißig an ihren Fotos rum. Abbildung 5 zeigt die Künstlerin beim Retuschieren der Bilder, wo auch noch die letzten Staubkörner, die sich beim Entwickeln auf Negativ und Fotopapier eingeschlichen haben, mit passender Farbe zugedeckt werden. Natürlich hat die alte Streberin im Fotokurs wieder die Note "A+" ("Eins plus") erhalten. Als ich noch zur Schule ging, hatte ich ja bekanntlich auch lauter Einser. Haha! Und im Fotolabor der Uni Berkeley Extension hat sich die Dame mittlerweile so unentbehrlich gemacht, dass sie am Ende des Semesters einen Anruf von der Managerin bekam, die sie fragte, ob sie nicht Lust hätte, dort an einem Tag in der Woche den "Monitor"-(Tutor)-Job zu übernehmen und den Studenten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und für Ordnung und Disziplin zu sorgen (die Peitsche knallt: Pchtsch! Pchtsch!). Als Entschädigung darf sie sich dafür einen Kurs an der Uni aussuchen und so oft im Fotolabor rumhängen, wie sie will, auch wenn dieses eigentlich für die Öffentlichkeit geschlossen ist, wie z.B. in den Ferien. Ich weiß schon, wer das bis Ultimo auskostet.

Abbildung [5]: Die Frau Fotografin beim Retuschieren

Das Preisrätsel letztes Mal hat euch ja schwer zu schaffen gemacht. Liebe Leute, anscheinend überschätzt ihr meine sportlichen Fähigkeiten gewaltig. Ich falle zwar problemlos ein paar tausend Meter vom Himmel, aber ich kann doch nicht einen Meter fünfzig zum Basketballkorb hochspringen, bin ich Magic Johnson, oder was?? Abbildung 6 zeigt das Originalbild, das ein Kollege bei Netscape aufgenommen hat, die gefälschte Version aus dem letzten Rundbrief und eine weitere Version, bei der es vielleicht bei mehr Leuten geklingelt hätte. Aber nach einigen Tagen bangen Wartens und einer Reihe von falschen Versuchen (die meisten hatten auf das Austin-Powers-Bild mit den schiefen Zähnen getippt) traf eine Email mit der richtigen Lösung ein: Mutter und Bernd Schünke, die wegen des falschen Schattens im Bild auf den Fehler aufmerksam wurden, sandten ihren Tipp per Email ein und gewannen! Gratulation und viel Spaß mit dem handsignierten Künstlerwerk!

Abbildung [6]: Original ... Fälschung aus dem letzten Rundbrief ... und eine noch dreistere Fälschung!!

Abbildung [7]: Der Getränkekühlschrank bei Netscape -- bitte zugreifen, alles kostenlos!

Als ich also mal wieder durch die Reihen spazierte, fiel mir auf, dass sich in einem der Cubicles etwas verändert hatte. Dort prangte (Abbildung 8) eine blau-weiße Fahne mit Landeswappen und Aufdruck "Freistaat Bayern". Empört schrie ich auf! Ich schaute ins Cubicle hinein und sprach den dort sitzenden Herrn auf Englisch an, ob er denn wisse, dass ich aus auch dieser Umgebung stamme. Und gleich tönte es mir auf urbayrisch entgegen, ob ich denn auch deutsch spräche, es stellte sich heraus, dass der "Dieter" aus Rosenheim bei München stammt, seit zwanzig Jahren in den USA wohnt und mit einer Amerikanerin verheiratet ist. Er sprach Original-Dialekt und wir ratschten eine halbe Stunde lang, schließlich kam Chris (mein Chef) vorbei und erinnerte mich daran, dass ich eigentlich längst im Meeting sein müsste, haha!

Abbildung [8]: Noch ein Bayer bei Netscape

Noch ein Hinweis der Rundbrief-Redaktion in eigener Sache: Nachdem auch die Süddeutsche und das Computerblatt iX, für das ich gelegentlich schreibe, sich dazu durchgerungen haben, auf die neuen Rechtschreibregeln umzustellen, zieht auch der Rundbrief nach -- obwohl man in unserem Alter ja nicht mehr so flexibel ist. Aber wenn Günter Grass dagegen ist, muss ich dafür sein. Bahn frei für Angelika!

Fotostunde

So, jetzt will ich aber auch einmal endlich wieder einen Beitrag zum Rundbrief leisten. Mit Fallschirmspringen kann ich nicht aufwarten (bin doch nicht verrückt), aber wie Michael ja schon geschrieben hat, habe ich mir den "Monitor"-Job in der Dunkelkammer geangelt. Am Donnerstag (von 12 bis 18 Uhr) hatte ich meine erste Schicht und es ist ganz gut gelaufen, denn am Anfang des Semesters ist meist noch nicht so viel los. Das ist ganz gut zum Eingewöhnen. Man muss den Leuten in der Dunkelkammer nämlich nicht nur mit Rat und Tat zur Seite stehen, sondern auch die Chemikalien, die benötigt werden, fertigmachen, die Bilder waschen, damit sie von restlichen Chemikalien befreit werden, die Fotos dann anschließend trocknen usw. Ich bin jetzt schon sicher, dass ich das Angebot, die Dunkelkammer jederzeit nutzen zu dürfen, voll auskosten werde, denn ich habe natürlich wieder zwei Fotokurse belegt dieses Semester. Ein Kurs ist eine Kritikklasse, in der -- wie der Name schon sagt -- die Fotos der Kursteilnehmer kritisch beäugt werden. Jeder wählt ein Projekt und arbeitet daran, ein Portfolio zusammenzustellen. Die Kursleiterin heißt Judy Dater und ist schon relativ bekannt, nicht nur weil sie schon zahlreiche Ausstellungen in den verschiedensten Museen hatte, sondern auch solche Berühmtheiten wie Ansel Adams und Imogen Cunnigham kennengelernt und selber fotografiert hat. Für die Fotoszenekenner sei erwähnt, dass es ein Bild mit einem Nacktmodell und Imogen Cunnigham in ihren späten Jahren gibt, das Judy Dater fotografiert hat und zu ihren bekanntesten zählt. Eieiei, in Berkeley lernt man Leute kennen. Na ja, die Kurse haben ja auch einen ganz schön stolzen Preis. Mein zweiter Kurs hat den Titel "Das Selbstportrait als Autobiografie". Da dieser erst in zwei Wochen anfängt, kann ich noch nicht so viel dazu sagen, aber eins ist sicher, in nächster Zeit wird es Fotos von mir selbst hageln. Da wird sich Michael freuen. Auch hängen meine drei Ausstellungsfotos (siehe letzter Rundbrief) schon in den Hallen der Universität Berkeley Extension. Die Ausstellung ist das Ergebnis meines "Fine Printing"-Kurses. Jeder der Kursteilnehmer darf drei seiner Fotos zeigen. Am Mittwoch wird die Ausstellung offiziell eröffnet, so richtig mit Wein und Häppchen, was allerdings die Künstler selbst bereitstellen müssen (der Weg zum Ruhm ist hart). Fairerweise sei hier angemerkt, dass "Ausstellungseröffnung" ein vielleicht zu großspuriger Titel ist, denn in der Regel kommen dazu Freunde, wohlgesinnte Bekannte und manchmal auch einige Lehrer, also noch keine Kritiker oder sonstige herausragende Persönlichkeiten. Aber immerhin ist es ein Anfang und die Bilder hängen in einem öffentlichen Gebäude, sind also für jedermann zugänglich. Das ist aber noch nicht alles bezüglich Ausstellung. Da die Universität Berkeley Extension gerade in San Francisco einen Gebäudeteil recht aufwendig renoviert hat, und der Amerikaner auch gerne die Feste feiert wie sie fallen, wird mit viel Tamtam am 14. Oktober die Fertigstellung der Renovierung gefeiert, zu der dann eben auch eine breite Öffentlichkeit und einige wichtige Persönlichkeiten kommen. Aus diesem Grunde wurden die fortgeschrittenen Studenten (unter anderem auch meine Wenigkeit) angeschrieben, mit der Bitte, bis zu fünf der eigenen Kunstwerke (also nicht nur Fotos) einzureichen, da diese die Chance haben, bei der Eröffnungsfeier die Wände zu schmücken. Natürlich habe ich nicht lange gezögert und werde die Chance nutzen, obwohl die Bedingungen hier schon etwas härter sind. Es ist nämlich nicht sicher, wieviele meiner eingereichten Bilder es schaffen, da eine kleine Jury die Bilder auswählt. Es bleibt also spannend.

Hawaii -- Maui

Wir haben noch Sand in den Schuhen aus Hawaii ... das ist kein Witz, denn vor einer Woche sind wir von unserem einwöchigen Urlaub, den wir dieses Mal auf der Insel Maui verbracht haben, wiedergekehrt. Schwups, fünf Stunden im Flieger absitzen und schon ist man im tropischen Paradies und braucht noch nicht einmal seinen Pass vorzeigen, da Hawaii ja bekanntlich zu den USA gehört. Das Wort "Hawaii" löst wahrscheinlich nicht nur bei uns Bilder von Surfern, Palmen, Sandstränden, Cocktails, Landschaften wie Jurassic Park (der Film wurde tatsächlich auf Kauai gedreht) und Hemden mit Blumendruck aus. Und ich sage euch, alles findet man hier. Manchmal glaubt man wirklich, man betrachtet eine Postkarte und nicht die Wirklichkeit (Abbildung 9).

Abbildung [9]: Palme und Sonnenuntergang

Abbildung [10]: Die Dame und das Mietauto

Und das Wetter ist weltklasse: Es ist nie zu heiß und trotzdem braucht man nie mehr als kurze Hosen und T-Shirt (auch spät abends). Die Socken, Unterhemden, Pullover und Jacken kann man getrost zu Hause lassen. Der Ozean hat solch angenehme Temperaturen, dass selbst Michael Stunden in ihm ausharrt und ich sowieso, bin ich doch bekanntlich eine norddeutsche Wasserratte. Natürlich hat jedes Paradies auch seine Schattenseiten, denn schließlich will jeder es genießen und andere wollen wieder am Tourismus verdienen, so dass auf Maui schon einige große Bausünden begangen wurden. Und teuer ist es, dass es einen gleich schwindelt. Ein Fischgericht (ohne Getränke, Vorspeise oder Nachtisch) in einem etwas besseren Restaurant kostet mal eben schlappe 36 Dollar, man gönnt sich ja sonst nichts. Und das Argument, dass die exklusive Lage mitten im Ozean alles so teuer macht, weil man alles ankarren muss, macht bei Fisch dann doch keinen Sinn, denn den gibt es schließlich vor der Haustür. Ansonsten ist Maui ziemlich groß, so dass man doch immer wieder ruhige, nicht so touristische Ecken findet. Der Strand vor unserem Hotel war z.B. ein wunderschöner weißer Sandstrand, an dem wir oft fast alleine waren. Am letzten Abend schwammen wir hier, während die Sonne vor uns im Meer versank. Das war solch ein Schauspiel, dass mir fast das Herz schmerzte vor so viel Schönheit. Natürlich haben wir uns auch wieder ein sogenanntes Boogie-Board ausgeliehen. Das ist die kleinere Variante des Surfboards, mit dem Unterschied, dass man darauf nicht stehen muss, sondern auf dem Brett liegend auf den Wellen reitet. Also genau das Richtige für so zwei Anfänger wie wir es sind. Dazu muss man wissen, dass es in Hawaii die Wellen in sich haben, schließlich kommen hier die Top-Surfer aus aller Welt hin, immer auf der Suche nach der perfekten Welle. In Hawaii werden die Jahreszeiten dann auch nach der Höhe der Wellen angegeben. Der Winter (Oktober bis April) ist die Jahreszeit, wo die Wellen an vielen Stränden mörderisch hoch sind und der Sommer (Mai bis September) die Zeit, in der sich der Ozean von seiner freundlicheren Seite zeigt -- es ist aber immer gleich angenehm warm. Wellen von 10 Meter Höhe sind im Winter durchaus keine Seltenheit. Auf einem Strand, der "Jaws" genannt wird (das ist der englische Titel des Films "Der weiße Hai"), und dessen Lage die Einheimischen strikt geheimhalten, katapultieren sich Surfer mit Jetski-Ausrüstungen in Wellen, bei denen unsereins den Ozean großräumig umfahren würde (Abbildung 10, Archivbild).

Abbildung [11]: (Archivfoto) Jaws - Jetzt spinnen's!

Wir hatten sozusagen die Zwischensaison erwischt, die Erwartung des Winters und der hohen Wellen war da, aber der Ozean zeigte sich noch relativ freundlich, zum Bedauern von Michael, der mich täglich damit nervte, dass die Wellen ihm nicht hoch genug waren. Mir hat es gereicht, denn als wir am ersten Tag am Strand schwammen (da noch ohne Board), mussten wir gleich die Tauchmethode anwenden, um nicht von den Wellen wie ein Kohlkopf umeinandergewirbelt zu werden. Die Tauchmethde funktioniert wie folgt: Sind die Wellen sehr hoch, muss man unter der Welle durchtauchen, bevor sie zusammenbricht. Wartet man zu lange, brechen Wassermassen auf einen herunter, und es entsteht eine Strömung, die einen mehrere Sekunden herumwirbelt, dass man nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Der Trick funktioniert super, kostet bloß am Anfang etwas Überwindung, aber wenn die Welle plötzlich meterhoch vor einem anrollt, taucht man dann doch lieber schnell ab. Und noch ein Letztes über Maui: Sehr beindruckt hat uns auch die Kraterlandschaft "Haleakala", die bei einem Vulkanausbruch vor 200 Jahren entstanden ist (Abbildung 12). Es ist kaum zu beschreiben, wie einmalig das aussieht, so stelle ich mir den Mond vor und wahrscheinlich liege ich damit sogar ziemlich richtig, da ich im Reiseführer gelesen habe, dass die amerikanischen Astronauten hier ihren Flug zum Mond vorbereiteten, da die Landschaft der auf dem Mond so gleicht. Der Krater ist so groß wie der New Yorker Stadtteil Manhattan und wird von drei Wanderwegen durchzogen. Einen dieser Wege wanderten wir, was nicht ganz unanstrengend war, da man schließlich in die Kraterlandschaft hinabsteigt und leider den gleichen Weg wieder zurückgehen muss, es also stetig bergauf geht und die Luft schon etwas dünner ist wegen der Höhe, schließlich ist der Gipfel auf 3100 Meter Höhe. Belohnt wurden wir aber mit einem einzigartigen Naturschauspiel: Nebel, der sich sanft über die Kraterlandschaft legte, das Gestein, das in den verschiedensten Rot- und Grautönen schillert und eine einzigartige Stille, denn hier wächst kaum etwas und auch Tiere halten die harten Bedingungen nicht aus -- so hört man nur den Rhythmus seiner eigenen Schritte über der gehärteten Lava.

Wer schon einmal den Grand Canyon oder Ähnliches vor seinen Füßen liegen sah, weiß wie wir uns gefühlt haben. Und da Maui noch so frisch in unserer Erinnerung ist, dreht sich auch die Quizfrage dieses Mal darum: Wie heißen die bewohnten Inseln des Bundesstaates Hawaii? Die erste richtige Email und der erste Brief, der über den normalen Postweg eingeht, gewinnen den Preis: ein tropisches Überraschungspaket.

Bis zum nächsten Mal, lasst was von euch hören!

Angelika und Michael

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Letzte Änderung: 22-Feb-2019