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Topp-Produkt: Überwachungskamera von Arlo
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Michael Sind wir im Urlaub, treibt mich dauernd die Sorge um unsere Wohnung um. Brennt die Bude? Steigen Einbrecher ein? Aber ein Blick auf mein Handy zeigt mir die Videos einiger strategisch positionierter Überwachungskameras, und ich kann sofort beruhigt aufatmen, weil alles noch an seinem Platz steht.
Wer sich schon mal mit dem Thema befasst hat, weiß, dass die typische Überwachungskamera ihr Bild zwar drahtlos per Wifi ins Internet sendet, aber leider zur Stromversorgung eine Steckdose benötigt. Das ist oft schwierig, denn wer hat schon eine Steckdose direkt an der Eingangstüre oder auf dem Balkon und will seine Wohnung auch noch mit hässlichen Kabeln verschandeln?
Arlo hat das Problem mit vier bärenstarken Lithium-Batterien gelöst, die in jeder der kinderfaustgroßen Kameras stecken. Mit einem Bewegungssensor löst die Kamera aus, wenn sich etwas durchs Bild bewegt, und nimmt je nach Voreinstellung zwischen 10 und 30 Sekunden Video auf. Die Daten sendet sie sofort drahtlos an eine bis zu 100m entfernte Basisstation, die sie ins Internet auf den Arlo-Server weiterleitet, wo man sie über die Arlo-App oder einen Webbrowser von überall auf der Welt ansehen kann. Arlo archiviert die Videos einen Monat lang, und die interessantesten Ausschnitte kann man runterladen.
Die App ist nicht gerade ein Glanzstück, aber ganz brauchbar. Verständlich, wenn man weiß, dass Arlo dem Routerhersteller Netgear gehört, der zwar gute Router macht, aber die Software von kompletten Narren zusammenklopfen lässt. Ich habe sie so eingestellt, dass mein Handy immer eine Nachricht anzeigt, wenn sich vor einer der Kameras etwas bewegt. So bin ich immer auf dem Laufenden.
Die Batterien halten, je nachdem, wie oft die Kamera einschaltet, etwa einen Monat lang. Da ich nicht gerne die Umwelt unnötig vermülle, habe ich mir statt dessen Akkus zum Schlagerpreis von 8 Dollar pro Stück (!) aus China samt Ladegerät besorgt. Das Lithium-Format ist nicht so gängig wie normale Batterien und deswegen so rasant teuer.
Einer unserer Nachbarn hat sich ebenfalls eine Arlo-Kamera gekauft und sie in den Hohlraum unter seinem Haus, den in Amerika sogenannten "Crawlspace", gestellt. Er war erstaunt, was dort tief in der Nacht so abgeht: Ein Stinktier schnüffelt herum und ein Waschbär tänzelt durchs Bild. In einem weiteren Video huscht eine Katze mit einer gefangenen Maus im Maul zurück ins Haus, und an der Gartentür marschiert ein unbekleideter Partygänger vorbei. Auf Youtube hat er die besten Szenen seiner Arlo-Videosammlung zur allgemeinen Belustigung aufs Netz gestellt.
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