24.11.2007 Deutsch English

Feuer in Kalifornien

Im südlichen Kalifornien brennt der Wald.
Im südlichen Kalifornien brennt der Wald.

Michael Ihr habt's wahrscheinlich in den Nachrichten gehört: In Kalifornien hat der Wald gebrannt. Allerdings nicht bei uns oben in San Francisco sondern unten im südlichen Kalifornien, mehr als 600 Kilometer weit weg. Manchmal vergisst man, dass Kalifornien größer als Deutschland ist.

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Öl in der Bay

Wegen eines Schiffunglücks lief Öl in die Bay und Strände wurden gesperrt.
Wegen eines Schiffunglücks lief Öl in die Bay und Strände wurden gesperrt.

Angelika Nach den Feuern in Südkalifornien und einem Erdbeben der Stärke 5.6 mit Epizentrum in der Nähe von San Jose (etwa eine Autostunde südlich von San Francisco) zerrte noch ein weiterer Vorfall an unseren Nerven: Vor zwei Wochen rammte ein Containerschiff im dichten Nebel einen Pfeiler der Bay Bridge. Die Brücke hielt dem Ganzen zwar erstaunlicherweise stand, denn um den Brückenpfeiler herum ist so etwas wie ein riesiges Pfufferkissen gelegt, eine Art Stoßdämpfer für Kollisionen dieser Art. Aber das Containerschiff "Cosco Buscan" (nicht zu verwechseln mit Michaels Lieblingsladen "Costco") verlor 58.000 Gallonen (ca. 220.000 Liter) Öl, die in die Bucht von San Francisco flossen. Ein Wahnsinn! Dummerweise hatte die Küstenwache zunächst das Ausmaß der Katastrophe unterschätzt und ging von 140 statt 58.000 Gallonen aus. Doch ein klitzekleiner Unterschied!

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Yellowstone-Nationalpark

Ein Elch stolziert durch einen Bach.
Ein Elch stolziert durch einen Bach.

Michael Erst vor kurzem haben wir einen Nationalpark abgeklappert, der schon lange auf unserer Liste stand, der aber so weit ab vom Schuss liegt, dass wir uns einfach nicht aufraffen konnten: Yellowstone. Der ist halb so groß wie das Bundesland Rheinland-Pfalz und reicht gleich in drei amerikanische Bundesstaaten hinein: Montana, Idaho und Wyoming.

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Waldbrände

Huch, der Wald brennt!
Huch, der Wald brennt!

Michael Nicht nur unachtsame Camper oder böswillige Zündelhuber lösen Waldbrände aus. Sie haben oft ganz natürliche Ursachen wie Blitzschlag oder starke Sonneneinstrahlung. Durch den Brand erneuert sich der Wald dann. Die alten Bäume gehen in Flammen auf, die Tannenzapfen fallen auf den Boden und die Hitze des Feuers legt die darin enthaltenen Baumsamen frei, die in die Erde rutschen und nach einiger Zeit neue Bäume sprießen lassen.

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"Do not Feed the Bears"

Eine ultragefährliche Schwarzbärensau, ungefähr 10 Meter von den rasenden Rundbriefreportern entfernt!
Eine ultragefährliche Schwarzbärensau, ungefähr 10 Meter von den rasenden Rundbriefreportern entfernt!

Michael In Alaska haben wir ( Rundbrief 05/2006 ) auf einer Bootstour ja mal von weitem Bären gesehen. Im Yellowstone-Park fuhren wir mit dem Auto durch die nördlichen Gebiete und gerieten plötzlich in eine größere Menschenansammlung, die von einer Rangerin in Zaum gehalten wurde. In solchen Fällen ist meist irgendein Tier zu sehen und wir äugten neugierig umher. Und tatsächlich: An einem recht steilen Hang links der Straße krabbelte ein Bär herum! Ich schnappte gleich meine Kamera vom Rücksitz und schoss ein paar Fotos durch die Windschutzscheibe, doch die Rangerin fuchtelte wild mit den Armen, dass ich weiterfahren und nicht den Verkehr aufhalten sollte. Wir parkten ein paar hundert Meter weiter am Straßenrand, liefen zurück und gesellten uns zu der Menschenmenge, um den Bären zu beobachten. Und es waren sogar zwei, ein Bärenjunges, das mit seiner Mutter, einer beachtlichen Schwarzbärensau, unterwegs war.

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Geysire und blubbernde Schlammlöcher

Die zwei rasenden Reporter vor einem Geysir
Die zwei rasenden Reporter vor einem Geysir

Angelika Yellowstone ist vulkanischen Ursprungs und bietet die weltweit einzigartige Konzentration von 300 Geysiren, sowie blubbernden Schlammlöchern und heißen Quellen. Oft kamen wir uns vor wie im Hexenkessel, denn es brodelte, dampfte und pfuffte überall nicht schlecht.

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Bisons

Der furchtlose Rundbriefreporter posiert vor einem ultragefährlichen Bison!
Der furchtlose Rundbriefreporter posiert vor einem ultragefährlichen Bison!

Michael Bisons, die auch "Buffalos" genannt werden, gibt es etwa 5000 im Park. Sie sind recht friedliebend, wenn man ihnen nicht zu sehr auf den Pelz rückt. Unterschreitet man jedoch den empfohlenen Sicherheitsabstand von 20 Metern, verwandeln sie sich ruckzuck in aggressive Furien, die schon Touristen auf die Hörner genommen und schwer verletzt haben. Auf einem Wanderweg fiel uns erst ein hinter einem Baumstand im Sand liegender Bison gar nicht auf, bis er ruckartig aufstand, als wir ihm zu nahe kamen. Wir schritten vorsichtig wieder zurück, und da es keine Möglichkeit gab, auf unserem Weg weiter zu gehen, ohne den Büffel zu verärgern, drehten wir zähneknirschend um.

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Namensforschung

In Salt Lake City wird gerade die Innenstadt abgerissen und neu aufgebaut.
In Salt Lake City wird gerade die Innenstadt abgerissen und neu aufgebaut.

Michael Auf dem Weg nach Yellowstone machten wir für einen Tag in Salt Lake City halt, um in unserer Lieblingsbibliothek, der Family History Library der Mormonen, herumzuschnuppern. In Rundbrief 11/2006 haben wir schon mal über diese faszinierende Bücher- und Mikrofilmsammlung berichtet.

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Party abgesagt: Halloween im Castro

Party abgesagt: Kein Umzug im Castro
Party abgesagt: Kein Umzug im Castro

Angelika Am 31. Oktober ziehen in San Francisco nicht nur die Kinder von Haus zu Haus, um Süßigkeiten zu ergattern, sondern es findet traditionell auch die mehr für Erwachsene geeignete Halloween-Party im Schwulenviertel Castro statt. In Rundbrief 11/2001 haben wir schon einmal über diese seit 30 Jahren gepflegte Tradition berichtet. Bei der Party geht es zugegebener Maßen immer ziemlich hoch her, vor allen Dingen je weiter die Nacht fortschreitet. Die Stadt hatte deswegen letztes Jahr die Sperrstunde aus Sicherheitsgründen auf 23 Uhr vorgezogen.

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Letzte Änderung: 26-Nov-2012