02.06.2002 Deutsch English

Bahnhof in Tokio

(Angelika) Bevor wir uns nach Tokio aufmachten, lasen wir Horrorgeschichten über die Menschenmassen, vor allen Dingen in den U- und S-Bahnhöfen und den dazugehörigen Zügen. Klar, bei 12 Millionen Einwohnern bewegten wir uns in der Regel in einem Pulk von Menschen.

Abbildung [1]: S-Bahn-Station Shinjuku in Tokio

Alles läuft aber recht diszipliniert und geordnet ab, sodass einem die vielen Menschen gar nicht so viel ausmachen und wir vermieden tunlichst die Rushhour. In den Bahnhöfen zeigten uns Pfeile an, auf welcher Seite die Treppen hoch- und herunterzugehen sind. Sehr schlau gemacht das Ganze, denn in der Mitte der Treppe gibt es eine Sperre, die aber nicht genau in der Mitte plaziert ist und somit berücksichtigt, dass der Pulk der Menschen zu den Treppen stürmt, wenn ein Zug ankommt. In Japan geht man die Treppen wegen des herrschenden Linksverkehrs übrigens links hoch und runter. Zu warnen ist allerdings davor, in Stoßzeiten nicht den Pfeilen zu folgen. Mir passierte das einmal und es gelang mir auch unter größter Anstrengung nicht, zurück auf die richtige Seite zu gelangen.

Abbildung [2]: Markierte Bereiche zum Rauf- und Runtergehen

Der Shinjuku-Bahnhof in Tokio, eine Kombination aus S- und U-Bahnhof, schleust täglich bis zu 2 Millionen Menschen durch und lässt den Münchener Hauptbahnhof klitzeklein erscheinen. Es gibt 60 Ausgänge, ein Labyrinth von unterirdischen Gängen, Kaufhäuser, Restaurants. Völlig irre: Wie in einem Ameisenhaufen. Überall wuselt es.

Abbildung [3]: Werbung in der U-Bahn hängt von der Decke

 
 
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Letzte Änderung: 20-May-2025