(Angelika) In der Megametropole Tokio überraschten uns die vielen Fahrradfahrer. Aber natürlich sind Parkplätze extrem rar und der Verkehr in der Stoßzeit zähfließend, so dass es naheliegt, nicht nur öffentliche Verkehrsmittel, sondern auch Drahtesel zu nutzen. Wir sahen Herren in Anzügen und Frauen mit schicken Schuhen in die Pedale treten. Niemand trug einen Helm. Einige Mutige fuhren sogar auf der Straße im dicksten Verkehr. Oft ist es erlaubt, auf dem Fußweg zu fahren. Manchmal ist dort sogar ein Streifen als Radweg abgetrennt. Die Radler brausen aber auch dann ziemlich schnell, wenn es keinen extra ausgewiesenen Fahrradweg gibt. Wie bei einem Slalom manövrieren sie ihr Fahrrad durch die Massen.
Auch Autofahrer kämpfen mit den beengten Raumverhältnissen. Sie fahren sehr gut, zügig und können sehr knapp einparken, knapper als sonst irgendwo auf der Welt (Abbildung 3).