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  Rundbrief Nummer 97  
San Francisco, den 01.08.2012


Abbildung [1]: Nach zehn Jahren müssen Greencard-Besitzer einen Verlängerungsantrag stellen. Foto: blog.uscis.gov

Angelika Viele glauben: Einmal die Greencard, immer die Greencard. Das war früher einmal so, heute verliert die Greencard wie ein Pass nach zehn Jahren ihre Gültigkeit und der Besitzer muss sich eigenverantwortlich um die Verlängerung kümmern. Auch wir mussten uns dieses Jahr mit diesem Thema beschäftigen, denn unsere Greencard wäre im Juli 2012 abgelaufen. Nun ist die Verlängerung ein nicht ganz so zeit- und nervenaufreibender Akt wie der Erstantrag, sondern eher eine nicht ganz billige bürokratische Formsache. Frühestens ein halbes Jahr vorher kann man den Antrag zur Verlängerung stellen. Auch die Einwanderungsbehörde geht mit der Zeit und der Antrag darf Online ausgefüllt werden. Er wird dann gleich elektronisch an die richtige Zweigstelle der Einwanderungsbehörde geschickt, nämlich nach Phoenix in Arizona. Die Gebühr von schlappen $450 pro Person berappten wir gleich per Kreditkarte. Die eigentliche Verlängerungsgebühr beträgt dabei $365, und $85 entfallen wegen der erneuten Erhebung der biometrischen Daten, also der Abnahme der Fingerabdrücke und der Neuerstellung des Lichtbilds.

Das Formular, das wir auszufüllen hatten, ist eigentlich relativ einfach. Standardinfos wie Name, Adresse, Geburtsdatum, Pass- und Greencardnummer mussten angegeben werden, so wie die Vornamen des Vaters und der Mutter, und dann noch unser Wohnort zur Zeit des Erstantrags. Allerdings stehen am Schluss noch einige Posten der Art "Wenn Sie diese Frage mit Ja beantwortet haben, dann überspringen Sie die nächste Frage und gehen zu Frage 6". Nun sollte dies eigentlich kein Problem sein, denn wir sind ja beide des Lesens kundig, allerdings vergaß irgendein Weltklasseprogrammierer, der das elektronische Formular entworfen hatte, die Posten in der Online-Version entsprechend der Druckversion zu nummerieren. Ein Chaos!

Abbildung [2]: Greencard-Besitzer reichen den Verlängerungsantrag auf der Website der Einwanderungsbehörde ein.

Zunächst erhielten wir nach etwa einer Woche per Post die Bestätigung auf schönem Papier mit Siegel (da lässt sich die Einwanderungsbehörde nicht lumpen), dass unser Geld eingegangen war. Ungefähr drei Wochen später flatterte ein weiterer Brief ins Haus, wann und wo wir unsere Fingerabdrücke abzugeben hätten. Zu diesem Zweck steht in San Francisco das sogenannte USCI (United States Citizenship and Immigration Services) Support Center, ein unscheinbares Gebäude auf dem Broadway-Street. Die Angestellten dort sind sehr auf Zack: Es gibt keine langen Wartezeiten und eine halbe Stunde später hatten sie unsere Fingerabdrücke eingescannt und das neue digitale Lichtbild erstellt.

Sie klebten auch noch einen Sticker auf unsere alte Greencard, um sie automatisch bis September zu verlängern, für den Fall, dass sich das Zusenden der neuen Greencard verzögern sollte und wir Auslandsreisen geplant hätten. Unsere nagelneue Greencard kam aber schon Mitte April an, also ungefähr drei Monate nach der Antragstellung. Lustigerweise kam Michaels Karte zuerst an. Meine trudelte erst eine Woche später ein, obwohl wir alles zur gleichen Zeit beantragt hatten. Da hatte wohl ein Sachbearbeiter zwischenzeitlich den Bleistift fallen gelassen, um in den Urlaub zu gehen. Was haben wir gelacht. Nun gilt die neue Greencard wieder 10 Jahre. Da haben wir ersteinmal wieder ein wenig Ruhe.

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