27.04.2007   Deutsch English

  Rundbrief Nummer 67  
San Francisco, den 27.04.2007


Abbildung [1]: Talkshowkönigin Oprah Winfrey gibt Umweltschutztipps

Angelika Amerika ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht, denn plötzlich ist die Veränderung des Klimas und der Umweltschutz in aller Munde. Denn wenn die schwarze Talkshow-Königin Oprah Winfrey ein Thema aufgreift, weiß man, dass ein genereller Trend eingesetzt hat. Oprah animierte ihre Fernsehzuschauer letzte Woche, mit Stoffbeuteln in den Supermarkt zu gehen, normale Glühbirnen durch Energiesparlampen zu ersetzen, umweltfreundliche Putzmittel zu verwenden, zu recyclen und dem amerikanischen Verpackungswahn zu trotzen.

Abbildung [2]: Das Energieunternehmen PG&E macht Werbung für Umweltschutz.

Nun müsst ihr wissen, dass Oprahs Ermahnungen wahrscheinlich tatsächlich mehr bewirken als die von hochkarätigen Wissenschaftlern und Politikern. Vor allen Dingen der weibliche Teil der Bevölkerung folgt Oprahs Mantra wie einer Religion. Auch Al Gore ließ Oprah vor einiger Zeit in ihrer Talkshow über seinen Dokumentarfilm "An Inconvenient Truth" ("Eine unbequeme Wahrheit") berichten. Der ehemalige Vizepräsident Clintons erklärt darin anhand anschaulicher Fotos und Grafiken die Folgen der Erderwärmung. Der Film erhielt ja bekanntlich dieses Jahr einen Oscar als bester Dokumentarfilm, noch ein Indiz, dass Umweltbewusstsein salonfähig wird in Amerika.

Abbildung [3]: Das Energieunternehmen PG&E wirbt für Solardächer.

Selbst Firmen wie Walmart, die sonst für ihre schlechten Arbeitsbedingungen und aggressiven Expansionstaktiken in aller Munde sind, springen auf den Trend auf. Auf Walmarts grüner Website animierten sie ihre Kunden am "Earth Day" ("Tag der Erde"), der in den USA im April zelebriert wird, zu umweltfreundlicherem Kaufverhalten. Auch PG&E (Pacific Gas and Electricity), die Firma, die in San Francisco unseren Strom produziert, startete eine PR-Kampagne. Wird weniger Strom verbraucht, muss PG&E nicht kostspielig seine Infrastruktur ausbauen, und so ist es tatsächlich im Interesse der Stromerzeugerfirma, wenn die Leute weniger Strom verbrauchen. Auf www.letsgreenthiscity.com animiert PG&E die Leute, zu helfen, dass San Francisco die Nase vorn hat in punkto Umweltschutz.

Abbildung [4]: Der Toyota Prius, der populärste "Hybrid".

San Francisco hat in Amerika in punkto Umweltschutz sicher Vorbildfunktion. Hier begegnen einem mittlerweile auf Schritt und Tritt Hybrid-Autos, die halb elektrisch und halb mit Benzin laufen. An der Ampel und im stockenden Verkehr bleibt der Benzinmotor ganz aus, nur bei starker Beschleunigung und auf der Autobahn wird er automatisch zugeschaltet. Dadurch brauchen diese Autos extrem wenig Benzin, sie erreichen bis zu 70 MPG (Miles per Gallon), verbrauchen also im Sparmodus etwa 4 Liter pro 100km. Dabei hat das Teil fast 80 PS, denn Amerikaner fahren ungern mit weniger.

Abbildung [5]: So enden viele Plastiktüten.

Dass San Francisco als erste amerikanische Stadt nicht biologisch abbaubare Plastiktüten (zumindest in großen Supermärkten und Drogerien) verbannen wird, ist ja auch in der deutschen Presse, wenn auch mit einem leicht ironischen Unterton, breit getreten worden. Bei der Supermarktkette "Trader Joe's" kann man jedes Mal an einer Verlosung teilnehmen, wenn man seine eigene Tüte mitbringt. Wir transportieren unsere Einkäufe ja schon seit eh und je mit unserer großen blauen Plastikwanne vom Supermarkt ab.

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