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  Rundbrief Nummer 59  
San Francisco, den 15.02.2006


Mit Kündigung drohen

Die USA sind ja weltweit führend im Verkauf. Hier wird auf Teufel komm raus verkauft, und das mit den besten Methoden, die zum Teil sogar etwas fragwürdig sind, wenn man europäische Maßstäbe zugrunde legt.

Allerdings hat das für den Konsumenten oft auch Vorteile. Wenn mehrere Anbieter die gleiche Leistung anbieten, wie zum Beispiel einen Internet-Anschluss, ist es für den Dienstleister ein Desaster ersten Ranges, einen Kunden zu verlieren. Es ist erstens extrem teuer, neue Kunden durch Werbung anzulocken, die Kosten liegen bei etwa 10 Monatsbeiträgen. Und, was fast ebenso wichtig ist, es ist dem Image der Firma abträglich, wenn aus 5 Millionen Kunden auf einmal 4 Millionen werden. Dann fällt der Aktienkurs an der Börse und niemand springt auf einen bremsenden Zug auf. Deswegen versuchen Firmen alles, ich betone: alles, um ihre Kunden zu halten.

Kein Geld zum Bezahlen der Rechnung? Kein Problem, dann wird halt der Preis halbiert. Immer noch zu teuer? Dann gibt's die Leistung halt eine Weile umsonst. Ihr glaubt, dass ich übertreibe? Lest mal durch, wie man seine Kabelrechnung halbiert.

Ruft man bei einem Service an und sagt, man möchte kündigen, tun die Sachbearbeiter verständnisvoll und verbinden einen sofort mit der so genannten "Customer-Rentention"-Abteilung. Dort kriegt man dann Spezialisten ans Telefon, die alles versuchen, um einen als Kunden zu halten. Will man wirklich kündigen, ist das ganz schön nervenaufreibend, denn man muss hundertmal erklären, dass man wirklich nicht an dem extrem günstigen Ersatzangebot interessiert ist, sondern tatsächlich dem Anbieter den Rücken kehren will.

Das hat zur Folge, dass viele Leute einfach anrufen, mit Kündigung drohen, und dann für eine üblicherweise begrenzte Zeit die Leistung zu einem völlig lächerlichen Preis bekommen. DSL gibt es so zur Zeit für $14.99 im Monat. Angelika hat mir allerdings verboten, einen niedrigeren Preis durchzudrücken, weil sie Angst hat, man könnte meinen Bluff durchschauen und uns tatsächlich das Kabel oder das Telefon abdrehen.

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