23.12.2010 Deutsch English

Weihnachten 2010

Weihnachten 2010
Weihnachten 2010

Angelika Weihnachten steht vor der Tür und es wird Zeit für meinen Weihnachtsrundbrief. Dieses Mal habe ich ein paar amerikanische Weihnachtstraditionen zusammen getragen. Trotz des bunten Völkergemischs feiert ein hoher Prozentsatz der amerikanischen Bevölkerung Weihnachten. Allerdings viele auf verschiedene Weise, und nicht immer steht der ursprünglich religiöse Aspekt des Fests im Vordergrund. Einige Gepflogenheiten kommen euch sicher im Ansatz bekannt vor, denn die europäischen Immigranten des 19. und 20. Jahrhunderts brachten ihre Traditionen mit in die neue Welt und so vermischten sich skandinavische, englische, holländische, italienische, polnische und deutsche Bräuche.

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Weihnachtsbaum

Ein Amerikaner dekoriert bereits am 12. Dezember seinen Weihnachtsbaum.
Ein Amerikaner dekoriert bereits am 12. Dezember seinen Weihnachtsbaum.

Die ürsprünglich aus Deutschland stammende Tradition, einen Nadelbaum zu schmücken und in der Wohnung aufzustellen, ist auch in den USA weit verbreitet. Allerdings wird der Weihnachtsbaum schon weitaus früher aufgestellt: Viele kaufen ihren Baum an dem Wochenende nach Thanksgiving (vierter Donnerstag im November); schmücken ihn dann gleich mit Weihnachtsbaumanhängern und Lichterketten und lassen ihn bis nach Weihnachten stehen. Ich kenne niemanden, der echte Kerzen am Baum hat. Die Zweige der Bäume, die es hier zu kaufen gibt, sind auch viel dichter, damit die Kabel der elektrischen Lichterketten nicht auffallen.

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Weihnachtsdekorationen

Diese Hausbesitzer in der 21sten Straße mögen den Weihnachtsschmuck eher üppig.
Diese Hausbesitzer in der 21sten Straße mögen den Weihnachtsschmuck eher üppig.

"Markt und Straßen stehn verlassen, still erleuchtet jedes Haus. Sinnend geh ich durch die Gassen, alles sieht so festlich aus." Eichendorff hätte auch in den USA seine stille Freude an den Weihnachtsdekorationen. Die Häuser und Wohnungen erhalten nicht nur innen einen weihnachtlichen Anstrich sondern viele Hausbesitzer lassen es sich nicht nehmen, ihre Häuser in Lichterketten einzuhüllen oder ihre Vorgärten in ein Weihnachtsparadies zu verwandeln. Vor allen Dingen in den Vorstädten, den sogenannten Suburbs, laufen regelrechte inoffizielle Wettbewerbe, wer sein Haus am schönsten dekoriert oder die meisten Lichterketten präsentiert. In unserem Viertel Noe Valley, auf der 21ten Straße zwischen Church und Sanchez Street, verwandeln die Hausbesitzer Tom und Jerry jedes Jahr ihr Haus in ein Weihnachtsparadies für Kinder (und Erwachsene). Eine Spielzeugeisenbahn dreht dort ihre Runden, und unter einer etwa 8 Meter hohen Tanne, die über und über mit riesigen Kugeln dekoriert ist, liegen ebenfalls riesige verpackte Geschenke und diverse Stofftiere. Um das Haus in den weihnachtlichen Zustand zu versetzen, mieten die Besitzer jedes Jahr einen Baukran.

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Letzte Änderung: 26-Nov-2012