Arbeiten bei AOL
(Michael) Als AOL-Angestellter kriegt man einen freien Account und einen zusätzlichen, den ich Angelika geben werde. Leider keinen weiteren, Anfragen sind zwecklos! UND ICH BIN AUCH NICHT FÜR IRGENDWELCHE BESETZTEN TELEFONLEITUNGEN ODER SYSTEMABSTÜRZE DER AOL OPERATIONS VERANTWORTLICH, LIEBE AOL-USER! Momentan arbeite ich mich noch in den ganzen Kram ein, da ich bisher einen anderen Internet-Provider hatte, ich Dummi! Ab jetzt muss ich natürlich AOL promoten, also, Leute, das Zeug ist wirklich gut, kauft massenhaft!
Ja, und in der Firma lässt sich's echt aushalten: Es gibt Automaten für Getränke und Speisen, für durchgehackte Nächte und so. Jeden Tag liegt frisches Obst aus, Kaffee gibt's natürlich auch. Eine Massage-Liege, da legt man sich drauf, drückt einen von ca. 30 Knöpfen und dann rumpelt's und werkelt's und der Rücken wird massiert, sehr angenehm. Dann gibt's einen Pool-Billard-Tisch. Ein kleines Fitness-Studio mit Rowing-Machine und so. Und da man als AOL-Angestellter natürlich die AOL-Software nutzen muss, klickert man schon mal in den Nachrichten rum, verfolgt Baseball-Spiele oder holt den aktuellen Kurs der AOL-Aktie, von der man ja auch profitiert. Ihr seht: Da bleibe ich.
So, dieser Brief entstand auf einem Laptop im CAL-Train auf dem Weg von San Francisco nach San Mateo. Gleich muss ich aussteigen. Und da die Angelika sich immer beklagt, dass sie auf ihre Rundbriefe von so wenigen von euch eine Antwort bekommt (wenn ihr nicht zu den stillen Konsumenten gehört, fühlt euch nicht angesprochen, es gibt auch fleißige Schreiber unter euch, aber eben weeeenige), ergeht nun folgendes Urteil: Wer keine Antwort schreibt, kriegt nächstesmal nix mehr! Don't mess with Schilli.
Habe die Ehre!
Euer AOL-Michel.
P.S.: Einen guten amerikanischen Gag habe ich mir gestern erklären lassen: Wenn man sich über einen Namen lustig macht, sagt man ihn zweimal und hängt beim zweitenmal ein 'Schm' davor. "Did you ask Barry?" "Barry, Schmarry!". "How about Daniel?" "Daniel, Schmaniel!". Das ist echt der ENDLOS-Gag, den könnte ich stundenlang aufsagen. Angelika kann's schon nicht mehr hören ...
P.P.S: Eine lobenswerte Einrichtung bei AOL: Am Freitag Abend um 4 wird der abgesperrte Kühlschrank geöffnet, und, siehe da, Wunder oh Wunder, er ist voller Bier! Das wird mit großem Hallo festgestellt und sich sofort an die Vernichtung des Vorrats gemacht. Bei Musik und Pool-Billard, macht Laune!