8.12.2005 Deutsch English

Aggressive Fahrradfahrer

Fahrradfahrer mit einem Schild "Bicycling against Oil Wars"
Fahrradfahrer mit einem Schild "Bicycling against Oil Wars"

Michael In amerikanischen Großstädten mit dem Fahrrad zu fahren, erfordert Mut und eiserne Nerven. Das hat in San Francisco dazu geführt, dass Fahrradfahrer als aggressive Draufgänger angesehen werden, die sich nicht an Verkehrsregeln halten, sich grundlos aufregen und mit denen man am besten keine Diskussionen anfängt. Stimmt genau, haha!

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Open Studios San Francisco

Ein offenes Künstlerstudio im industriellen Viertel "SoMa"
Ein offenes Künstlerstudio im industriellen Viertel "SoMa"

Angelika Man kennt den Spruch "Brotlose Kunst!" und leider ist an ihm ein Fünkchen Wahrheit dran. Denn Hand aufs Herz, wer schafft es schon, seine Werke in namhaften Museen oder Gallerien auszustellen? Einmal im Jahr bekommt in San Francisco aber jeder, der bereit ist 165 Dollar zu zahlen, die Chance seine Kunst einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

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Datenbank mit Sexualverbrechern

Huch! In dem Viertel im Vordergrund wohnen 10 verurteilte Sexualstraftäter?
Huch! In dem Viertel im Vordergrund wohnen 10 verurteilte Sexualstraftäter?

Michael Neulich stieß ich im Internet auf etwas Merkwürdiges: Eine öffentlich zugängliche Datenbank mit verurteilten Sexualstraftätern. Geht mal auf die Website der National Sex Offender Public Registry ( http://www.nsopr.gov ) des US-Justizministeriums United States Department of Justice. Nachdem ihr das Kleingedruckte mit "I agree" akzeptiert habt, klickt ihr auf der Landkarte Kalifornien an (der längliche Bundesstaat an der Westküste) und gebt als Zipcode unsere Postleitzahl 94114 ein. Ein Klick auf "Search" gibt eine Liste mit verurteilten Sexualstraftätern in unserem Viertel aus, die mittlerweile aus dem Gefängnis entlassen wurden. Wenn ihr auf die Namen in der Liste klickt, kommen die Polizeifotos dieser Leute hoch mit vollem Namen und Informationen über ihre Vergehen und zum Teil aktueller Adresse einschließlich Straße und Hausnummer! Sogar auf einer digitalen Landkarte kann man sich ihre Adressen anzeigen lassen. Dass keiner die Leute bedroht oder belästigt, soll folgender Passus verhindern: "ANY USE OF THIS INFORMATION TO THREATEN, INTIMIDATE, HARASS, OR CREATE A CRIMINAL ACT AGAINST ANOTHER PERSON WILL RESULT IN CRIMINAL PROSECUTION."

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Der San Francisco Super-Geheimtipp

Und hier eine neue Reihe im Rundbrief: Absolute Geheimtipps, die nur Leute kennen, die jahrelang in San Francisco gewohnt haben. Heute: Wohin mit dem Kleingeld? Weil man wegen der Verkaufssteuer nie genau weiß, wieviel etwas kostet und deshalb nicht im voraus dringend loszuwerdendes Kleingeld abzählen kann, bleibt man oft auf unerwünschten Münzen sitzen. Die Quarters lassen sich ja meist noch verwerten, aber die Zehnerl (Dimes), die Fünferl (Nickels) und die Cents wird man nur schwer los und früher oder später reißen sie einem ein Loch in die Hosentasche. Die Lösung: Man fährt mit der MUNI-Straßenbahn von den Haltestellen Embarcadero, Powell, Montgomery, Civic Center oder Van Ness ab. Die Straßenbahnlinen verkehren in diesem Gebiet im Untergrund und am Eingang stehen Drehkreuze, die -- und das ist in den gesamten USA unerhört -- jedwedes Kleingeld annehmen! Wenn man also die $1.50 für eine Fahrt zahlt, könnte man theoretisch 150 einzelne Cent-Münzen einwerfen! Ich habe es schon mit etwa 30 probiert und den Rest mit Nickels und Dimes bezahlt und es hat anstandslos geklappt. Das war der Super-Geheimtipp für diese Ausgabe. In der nächsten Folge: Die besten öffentlich zugänglichen Klos der Innenstadt.

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Diskutieren im Rundbrief-Forum

Eingefleischte Rundbrief-Fans haben es sicher gleich bemerkt: Der Rundbrief kommt in einem neuen Online-Format daher. Nach 9 Jahren war es höchste Zeit, unsere Briefchen etwas moderner zu gestalten. Der Rundbrief läuft jetzt unter der Domain usarundbrief.com , damit die Leute sich nicht den "perlmeister" merken müssen. Und auch ein Diskussionsforum gibt es jetzt, da könnt ihr Fragen stellen und Lob und Tadel an die Rundbriefschreiber austeilen. Lasst hören, was ihr davon haltet! Diskutiert eifrig!

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Mal wieder Hawaii

Panorama an der Napali-Küste
Panorama an der Napali-Küste

Im November habe ich dem Yahoo! mal wieder 10 Urlaubstage aus dem Kreuz geleiert und wir sind nach Hawaii abgezischt. Da wir schon alle Inseln durch haben, mussten wir wieder von vorne anfangen: Also ging's mal wieder nach Kauai, die grüne Insel ganz im Westen.

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Top-Produkt: Sand-Digger

Der "Sand Digger" - Eine Ankerschraube für den Sonnenschirm
Der "Sand Digger" - Eine Ankerschraube für den Sonnenschirm

Auf Hawaii weht ja immer ein angenehm warmer leichter Wind, der allerdings schon mal etwas böig wird. Hat man einen großen Sonnenschirm in den Sand gebohrt, reißt es diesen schon mal aus der Verankerung und dann muss man völlig uncool dem wild gewordenen Ausreißer hinterherhechten.

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Online-Printing bei Costco

Druckt man seine digitalen Fotos auf einem Tintenstrahldrucker aus, ist das extrem teuer. Die Druckertintenmafia hat in den letzten Jahren die Preise unbarmherzig in die Höhe getrieben. Und auch die Qualität der Fotos hält dem Expertenauge meist nicht stand, die Fotos sind allein schon wegen des Druckprozesses nicht von der gleichen Qualität wie im Fotogeschäft.

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Kreditkartenfirmen-Machenschaften

Die Kreditkartenfirma bietet einen günstigen Zinssatz an und liefert die Schecks gleich mit
Die Kreditkartenfirma bietet einen günstigen Zinssatz an und liefert die Schecks gleich mit

Angelika Es hält sich beharrlich die Ansicht, dass jeder Amerikaner den noch so geringsten Betrag mit seiner Kreditkarte begleicht und beim Bezahlen mit Bargeld mitleidig die Augen gerollt werden: "Guckt euch diesen armen Schlucker an, der muss die Scheine rüberschieben, weil er keine Kreditkarte bekommt". Ganz so schlimm ist es nicht. Den Kaffee im "Coffeeshop" bezahlt man in bar und keiner findet das merkwürdig. Im Gegenteil: Viele kleinere Geschäfte setzen sogar einen Minimumbetrag (zwischen 5 und 15 Dollar) fest, ab dem der Kunde mit Kreditkarten zahlen kann.

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CD des Monats: "Friday the 13th" von Maroon 5

"Friday the 13th" von Maroon 5
"Friday the 13th" von Maroon 5

Michael Eigentlich dürfte ich diese CD ja gar nicht empfehlen, denn sie hat einen üblen Kopierschutz. Natürlich habe ich sie nicht gekauft, sondern (legal!) auf dem neuen Yahoo-Music-Engine (YME) gehört. Dort zahlt man $11.99 im Monat und darf dann unbegrenzt Musik hören, Tag und Nacht, und unter mehr als einer Million Songs auswählen. Das Teil ist zwar in der Beta-Phase und extrem wackelig, aber als Yahoo!-Angestellter kriegt man's umsonst, da kann man nicht meckern. Da wird der Apple spitzen, wenn das einschlägt und seinem I-Tunes Konkurrenz macht!

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"Leffe" Bier

Das belgische "Leffe"-Bier
Das belgische "Leffe"-Bier

Mittlerweile bin ich ja gar kein deutsches Bier mehr gewöhnt. Klar, wenn ich alle paar Jahre für eine Woche nach Deutschland fahre, wird dort Andechser Doppelbock und Augustiner Edelstoff bereitgestellt. Aber in Ermangelung dieser großartigen Biere habe ich in Amerika meinen Biergeschmack umgestellt. Mittlerweile trinke ich gerne "India Pale Ale" (IPA), das ist eine Geschmacksrichtung, die uneingeweihten Gaumen fast bitter vorkommt. "White Hawk" von der Mendocino Brewing Company ist eines der besten.

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Die Zahnfee kommt: Tooth Fairy

Ein Kinderbuch über die Tooth Fairy
Ein Kinderbuch über die Tooth Fairy

Angelika Die kleinen Dinge, die in Deutschland anders sind als in Amerika, faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Im Sommer besuchten wir unsere Freunde in Portland und der Sohn des Hauses hatte einen Wackelzahn. Begeistert erzählte er uns, dass sobald er den Zahn verliere, die Tooth Fairy (= Zahnfee) käme, was Michael in arges Erstaunen versetzte, denn der hatte noch nie von der Tooth Fairy gehört. Ich kannte diese schon aus diversen Erzählungen sowie Kinderbüchern aus dem Kindergarten im Tenderloin, wo ich arbeite. Mit der Dame hat es nämlich folgendes auf sich: Verliert ein Kind einen Michzahn, legt es ihn unter sein Kopfkissen. In der Nacht kommt dann die Tooth Fairy (sprich: die Eltern) und tauscht den Zahn gegen Bares aus, mittlerweile in der Regel 1 Dollar. Ich hingegen habe meine Milchzähne noch in eine mit Watte gebettete Streichholzschachtel gelegt. Geld gab es keines.

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Letzte Änderung: 26-Nov-2012