Angelika Die kleinen Dinge, die in Deutschland anders sind als in Amerika, faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Im Sommer besuchten wir unsere Freunde in Portland und der Sohn des Hauses hatte einen Wackelzahn. Begeistert erzählte er uns, dass sobald er den Zahn verliere, die Tooth Fairy (= Zahnfee) käme, was Michael in arges Erstaunen versetzte, denn der hatte noch nie von der Tooth Fairy gehört. Ich kannte diese schon aus diversen Erzählungen sowie Kinderbüchern aus dem Kindergarten im Tenderloin, wo ich arbeite. Mit der Dame hat es nämlich folgendes auf sich: Verliert ein Kind einen Michzahn, legt es ihn unter sein Kopfkissen. In der Nacht kommt dann die Tooth Fairy (sprich: die Eltern) und tauscht den Zahn gegen Bares aus, mittlerweile in der Regel 1 Dollar. Ich hingegen habe meine Milchzähne noch in eine mit Watte gebettete Streichholzschachtel gelegt. Geld gab es keines.
Eure schiefzahnigen Europäer in San Francisco:
Angelika und Michael