05.09.2001 Deutsch English

Marathon

Topfit bei Kilometer 16 an der Bay-Bridge vorbei
Topfit bei Kilometer 16 an der Bay-Bridge vorbei

(Michael) Am 8. Juli 2001 lief der rasende Rundbriefreporter den San Francisco Marathon durch. Das war so hammerhart, dass sich das unter euch Weicheiern wahrscheinlich wieder keiner vorstellen kann. Wer Ohren hat zum Hören, der höre: Wer auch nur daran denkt, aufzugeben, wird dies spätestens bei Kilometer 35 tun. Schaffen kann die 42 Kilometer nur, wer fest daran glaubt, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, einen Marathon zu beenden: Auf den Beinen durch die Ziellinie oder liegend im Auto des Beerdigungsunternehmers.

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Putzige Tierchen

Zwei Delfine im Wasser bei Morro Bay
Zwei Delfine im Wasser bei Morro Bay

(Michael) Und hier kommt "Rundi", die Rundbriefbeilage für unsere lieben jungen Rundbriefleser! Ihr Racker, in Kalifornien liegt der Pazifische Ozean ja bekanntlich vor der Haustür und man braucht nicht in den Zoo zu gehen, um die putzigsten Tierchen zu sehen. Ich hatte ja schon mal davon berichtet, dass wir einmal nahe der Gegend "Point Reyes" vom Strand aus Wale sahen, die sich im Wasser tummelten und Wasserfontänen hochspritzen ließen. Neulich waren wir unten in Morro Bay und wanderten am Strand entlang. Plötzlich tat es einen Schlag im Wasser und wir schauten hinaus aufs Meer: Da waren doch glatt einige Delfine im Wasser und sprangen umeinander! Auf dem Foto mit den Pfeilen seht ihr die schwarzen Schwanzflossen der beiden Flipper aus dem Wasser ragen. In der Druckversion ist's etwas schlecht zu sehen, aber auf dem Internet könnt ihr das Bild schön vergrößern. Falls ihr keinen Internetanschluss habt, nervt eure Eltern, bis sie euch bei AOL anmelden!

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Süßigkeiten

Süssigkeiten zur Auswahl in meinem Cubicle
Süssigkeiten zur Auswahl in meinem Cubicle

(Michael) Und nun, liebe Kinder, wenden wir uns einem wichtigen Thema zu. Das hat euer Onkel Michael extra für euch recherchiert: amerikanische Süßigkeiten. Natürlich nicht "Twix" oder "Milky Way", die kennt ihr ja schon von zuhause.

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Japanisch-Kurs

Meine Japanisch-Übungen in Hiragana
Meine Japanisch-Übungen in Hiragana

(Michael) Weil wir ja entweder dieses oder nächstes Jahr nach Japan wollen, lernen wir mittlerweile die Sprache in einem Kurs, der jeden Samstag in Japantown in San Francisco stattfindet. Dort bringt uns eine Japanerin japanisch in Wort und Schrift bei. Das ist natürlich total irre -- Japanisch hat nicht nur absolut nichts mit europäischen Sprachen gemein, sondern schreibt sich auch noch völlig anders. Da gibt es keine einzelnen Buchstaben, sondern tausende von Symbolen, die entweder Dinge bedeuten oder aber die Aussprache oder die Grammatik regeln.

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Die Platte des Monats

Das Album "Comfort Eagle" der Gruppe "Cake"
Das Album "Comfort Eagle" der Gruppe "Cake"

(Michael) Und hier was Neues: Der Rundbriefmusikreporter stellt eine neue superstarke CD aus amerikanischen Gefielden vor, die er gerade Tag und Nacht hört. Heute: Die Gruppe "Cake", die aus der kalifornischen Hauptstadt Sacramento stammt, hat eine neue Scheibe namens "Comfort Eagle" rausgebracht, deren Cover ihr in Abbildung 1 sehen könnt. Auf dem Internet kann man das superwitzige Video zum Song "Short Skirt/Long Jacket" anhören -- zum Schluß tritt dort sogar ein deutscher Tourist auf! Eine Wahnsinns-Platte! Sofort kaufen!

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Autounfall

Der kranke Perlman
Der kranke Perlman

(Michael) Neulich am Samstag fuhr ich mit unserem Auto "PERLMAN" auf der breiten Castro Street entlang, als plötzlich aus einer Seitenstraße mit Stoppschild ein Auto der Marke "Lexus" geschossen kam und mir voll in die Fahrerseite reinknallte -- es tat einen gewaltigen Schlag, ich bremste ab und konnte beim Aussteigen kaum noch die Tür öffnen, so eingedullt war diese (Abbildung 1).

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Wie kriegt man die Greencard?

Die Greencard
Die Greencard

[#gc] (Angelika) Beginnen will ich heute mit einem Bericht über unseren noch immer andauernden Greencard-Prozess, denn in den letzten Wochen quälten wir uns diesbezüglich einmal wieder durch die bürokratischen Mühlen. Ich habe ja vor geraumer Zeit ( Rundbrief 05/2000 ) schon einmal darüber geschrieben, aber aufgrund des aktuellen Anlasses und da wir immer wieder Anfragen erhalten, fasse ich es gerne noch einmal zusammen.

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Der Präsident schickt uns Geld

Präsi Bush lässt's krachen mit 600 Dollar Steuerrückerstattung für uns
Präsi Bush lässt's krachen mit 600 Dollar Steuerrückerstattung für uns

(Angelika) Von Präsident Bush und seinen politischen Ambitionen möchte ich noch berichten. Dieses Mal geht es um seine Steuerreform, die Ende Mai verabschiedet wurde. Während des Wahlkampfs brüstete sich Bush gern damit, die Amerikaner von der Geißel der hohen Steuerzahlungen zu befreien. Ich behaupte ja frech, dass viele Amerikaner ihm nur deshalb ihre Stimme gaben. Denn hört der Bürger -- egal wo auf der Welt -- das Zauberwort Steuersenkung, erscheinen bei den meisten die Dollarzeichen in den Augen und alles andere wird zur Nebensache. Schlechte öffentliche Schulen -- nie gehört. Millionen Amerikaner nicht krankenversichert -- halb so schlimm... Hauptsache wir zahlen weniger Steuern. Liberale Gemüter kritisieren die Steuerreform allerdings heftigst, weil sie die größten finanziellen Vorteile den ohnehin sehr gut Verdienenden bringt. Der demokratischen Partei gelang es zwar, Bushes ursprünglich geplante Reform zurechtzustutzen und auch den Schlechterverdienenden und Familien mit Kindern durch Erhöhung des Kinderfreibetrags ("child tax credit") etwas vom Kuchen abzugeben. Trotzdem bleibt dies eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

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Hilfe beim Geldausgeben

Die Anzeige zum Spendenaufruf für den Steuerrückerstattungsscheck mit Angelikas Foto
Die Anzeige zum Spendenaufruf für den Steuerrückerstattungsscheck mit Angelikas Foto

(Angelika) Gemeinnützige Einrichtungen hoffen, dass viele sich ein Herz fassen und das Geld gleich wieder für einen guten Zweck spenden -- auch das "Tenderloin Childcare Center", in dem ich nach wie vor zweimal wöchentlich ehrenamtlich tätig bin, veröffentlichte Spendenaufrufe in verschiedenen Zeitungen. Und jetzt kommt es. Tata!!! Das Aufmacher-Foto für diese Aufrufe, das ein Kind des Childcare Centers zeigt, habe ich persönlich aufgenommen, entwickelt und vergrößert! Und das kam so: Die Leiterin des Dachverbandes des Tenderloin Childcare Centers war ganz begeistert von den Fotos, die ich immer von den Kindern mache, und wollte die Büroräume des Dachverbandes damit schmücken. Also spendete ich fünf meiner Schwarz-Weiß-Bilder und fünf Farbbilder. Diese Fotos gefielen wiederum der Mitarbeiterin, die für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, so gut, dass sie mich fragte, ob ich einverstanden wäre, wenn sie meine Fotos für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutze, d.h. für Broschüren, Anzeigen etc. Ich stimmte dem natürlich postwendend zu.

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Energiekrise

(Angelika) Nun noch einmal zu der kalifornischen Energiekrise, über die ich schon einmal berichtete. Eigentlich sollten wir ja im Sommer ständig ohne Strom dasitzen. Dies trat Gott sei Dank bisher nicht ein. Der Hahn wurde schon lange nicht mehr abgedreht, was nicht heißt, dass Kalifornien die Krise überwunden hat. Denn da der Mensch ja bekanntlich schnell vergisst, vor allen Dingen wenn der Strom wieder fließt, befürchten viele, dass das Stromsparen nicht mehr höchste Priorität hat. Deshalb laufen im Fernsehen nach wie vor Werbespots, die zeigen, wie man am besten mit seinem Strom haushaltet. Und nachdem die ersten Werbespots eher etwas dümmlich daher kamen, da sie nur mit erhobenem Finger mahnten, auch ja das Licht auszuschalten, fehlt es der zweiten Generation der Werbekampagne nicht an dem nötigen Humor. Witzig ist vor allen Dingen der Spot, in dem man einen Teenager am hellerlichten Tag schlafend im Bett liegen sieht und der dazu aufruft, an diesem Zustand nicht zu rütteln, da Teenager bekanntlich gern mit dem Strom aasen. Denn wer schläft, verbraucht keinen Strom. Ein sehr zu begrüßendes Konzept, denn ich schlafe bekanntlich auch recht gern. Der neueste Trend hinsichtlich der Energiekrise begegnete uns neulich in San Diego, wo wir einige Tage verbrachten, da Michael an der Perl-Konferenz teilnahm. Das Hotel, in dem wir abstiegen, forderte nämlich einen zusätzlichen Energiekostenbeitrag von 2,50 Dollar pro Tag! Aber Präsident Bush bemerkte doch neulich so treffend, dass die Kalifornier doch gar nicht über ihre höheren Stromrechnungen zu jammern bräuchten. Sollen sie doch gefälligst ihre Steuerrückzahlung dafür hernehmen. Ja, da fällt einem doch wirklich nichts mehr zu ein.

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Letzte Änderung: 26-May-2024