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Zwei Deutsche in San Francisco und ihre Sicht der Welt. |
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KonsumrauschDurch die Essensabteilungen der großen Kaufhäuser in Tokio zu schlendern, ist ein Hochgenuss für die Sinne. Dort finden sich neben Leckereien aus der ganzen Welt auch japanische Delikatessen wie das sündhaftteure Kobe-Rindfleisch. Es stammt nur von speziell aufgezogenen Kühen, die täglich massiert und teilweise sogar mit Bier gefüttert werden und kostet beim Metzger bis zu 160 Euro pro Kilo. Leider trat gerade der vierte BSE-Fall in Japan auf und auch die Japaner halten sich zur Zeit mit dem Rindfleischkauf zurück.
Auch gibt es Süßwaren wie Schweizerpralinen oder Torten, die aussehen, als wären sie der Wiener Hofbäckerei entsprungen. Und was entdeckten wir, als wir gemütlich durch die Gänge des Kaufhauses "Takashimaya" (Ausgesprochen: Takaschima Ya!) schlenderten? Wurstwaren vom Dahlmayer aus München - und zwar das Original! Es gab hübsche Präsentkörbe mit Schinken und allerlei verschiedene Würstchen. Allerdings kostete ein großzügiger Präsentkorb, ein Dreierset aus einem großen ganzen geräucherten Schinken, einem weiteren Fleischklotz und einigen Würsten 40.000 Yen, also 345 Euro. Überhaupt sind die Kaufhäuser ganz nach unserem Geschmack. Es gibt äußerst schöne Dinge aus aller Welt zu kaufen und man kriegt wirklich alles, was das Herz begehrt. Diesbezüglich ist Tokio so richtig Weltstadt, San Francisco doch mehr Provinz, wenn wir ehrlich sind. In besseren japanischen Kaufhäusern und in einigen wichtigen öffentlichen Gebäude stießen wir auf die von mir so benannten Fahrstuhldamen (auch hier weit und breit kein Mann in Sicht), deren Aufgabe darin besteht, den ganzen Tag den Fahrstuhl zu bedienen. Uniform, Hut, weiße Handschuhe sind obligatorisch. Die Fahrstuhldamen werfen nicht nur unentwegt mit japanischen Höflichkeitsformeln um sich, sondern geben durch Handzeichen an, ob der Fahrstuhl nach oben oder unten fährt oder sich die Türen schließen. |
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Letzte Änderung: 06-Jul-2008 |