|
Zwei Deutsche in San Francisco und ihre Sicht der Welt. |
![]() |
Aktuelle Diskussion im Forum
SchulumfragenAuf unseren Tempeltouren (Angelika befiel die von mir so betitelte "Temple-Mania") trafen wir Unmengen von Schülern auf Klassenfahrt, die anscheinend außer der Besichtigung noch eine Aufgabe aus dem Englischunterricht zu bewältigen hatten: Vierergruppen von etwa Siebtklässlern mussten einen der wenigen ausländischen Touristen anhauen (etwa fünf von hundert Besuchern) und sie auf Englisch ein paar Dinge fragen, die Antworten notieren und zum Beweis ein gemeinsames Foto schießen.
Totenwitzig war, den Kindern heimlich dabei zuzusehen, wie sie sich überwanden, den ersten Kontakt herzustellen. Einer Gruppe von zwei Mädchen und zwei Buben sprang ein schon älterer Lehrer bei, haute ein paar amerikanische Touristen an, die sich schon freudig bereit erklärten, die Fragen zu beantworten, worauf die beiden Jungs aber die Nerven verloren und panikartig über die Tempeltreppen ausbüchsten. Wir wurden insgesamt viermal von verschiedenen Gruppen an verschiedenen Tempeln gefragt, woher wir kämen ("Germany" kannten sie nicht, das japanische "Doitsu" war geläufiger), wie alt wir wären (so um die 20) und was uns an Japan gefalle (unter Augenrollen Angelikas sagte ich die verschiedenen Biermarken auf). Die Englischkenntnisse der Kinder waren noch nicht sehr ausgereift und so musste öfter der Lehrer einspringen und unsere Antworten übersetzen. In Japan scheint man im Englischunterricht japanisch zu reden und trockene Grammatikregeln zu lernen. Die meisten Kinder können überhaupt nichts. Nach unseren Ermittlungen haben die meisten 6 Jahre lang Englisch und das drei Stunden in der Woche. Was dort passiert, ist mir schleierhaft. Der Englischunterricht in Deutschland war zu meiner Schulzeit zwar auch ziemlich bekloppt (so realitätsfern, dass die meisten Leute nach neun Jahren Schulenglisch nicht mal eine telefonische Zimmerreservierung in einem Hotel bewerkstelligen können) aber ich kannte das Wort für "Seifenkistenrennen", wusste, was sich 1066 ereignete und konnte Diskussionen über allerlei Themen führen. |
Ihre Email-Adresse ist hier sicher. Die Rundbrief-Redaktion garantiert, die angegebene Email-Adresse nicht zu veröffentlichen und zu keinem anderen Zweck zu verwenden. Die Mailingliste läuft auf dem Google-Groups-Service, der sich ebenfalls an diese Richtlinien hält. Details können hier eingesehen werden. Alle Rundbriefe: 2010 85 2009 79 80 81 82 83 84 2008 73 74 75 76 77 78 2007 66 67 68 69 70 71 72 2006 59 60 61 62 63 64 65 2005 54 55 56 57 58 2004 49 50 51 52 53 2003 43 44 45 46 47 48 2002 36 37 38 39 40 41 42 2001 28 29 30 31 32 33 34 35 2000 20 21 22 23 24 25 26 27 1999 13 14 15 16 17 18 19 1998 7 8 9 10 11 12 1997 1 2 3 4 5 6 1996 0
Spezialthemen:
|
|
Impressum
Letzte Änderung: 06-Jul-2008 |