Auch eine Woche nach den Terroristenattentaten befindet sich Amerika weiterhin im Schockzustand. Leider werden die Stimmen, die Rache, Vergeltung und härtestes militärisches Vorgehen als angemessene Antwort auf terroristische Gewalt ansehen, immer lauter. San Francisco versucht, in die Normalität zurückzufinden. Schon am Mittwoch letzter Woche öffneten alle städtischen und staatlichen Gebäude wieder ihre Tore. Auch die Schulen und Universitäten blieben nur einen Tag geschlossen. Man spielt wieder Baseball, Konzerte finden statt, Menschen gehen zur Arbeit. Die Highways verstopfen wie eh und je zur Rush Hour. Der zweite Blick verrät allerdings, dass die Auswirkungen der Katastrophe tief sitzen. Obwohl New York und Washington doch meilenweit entfernt liegen, betrifft viele in San Francisco und Umgebung das Unglück ganz unmittelbar. Ein Teilnehmer aus einem meiner Fotokurse verlor zwei seiner Freunde, die im World Trade Center arbeiteten. Einige Kollegen von Michael sitzen immer noch in Dulles, dem AOL Hauptsitz, fest. Sie befanden sich am vergangenen Dienstag auf Geschäftsreise an der Ostküste und warten nun geduldig, bis sich der amerikanische Flugverkehr normalisiert.
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