Mike Schilli Angelika Schilli
Zwei Deutsche in San Francisco
und ihre Sicht der Welt.

  Rundbrief Nummer 82  
San Francisco, den 04.11.2009

Gaunereien im Kreditkartenwesen    Palm Springs    Datteln - wo wachsen die?    Amerikanisch für Profis: Durka Durka    Pfusch an der Bay Bridge    Toppprodukt: Barbecue-Chips    Fragezeichen und andere Kuriositäten    Storage: Wohin mit dem Zeug?    Stromzähler, die der Kunde abliest    Flexible Spending Account    Ka-boom! und andere Geräusche

Aktuelle Diskussion im Forum
Baustellenmode in Alaska (Haenno, 08.03.2010)
Japaner und das Nordlicht (HelgeB, 08.03.2010)
Arbeit finden in L.A., San Diego oder S.Franciso (Claudia, 01.03.2010)

Palm Springs

Abbildung [1]: Die Promenade von Palm Springs
Bild vergrößern
In neuem Fenster öffnen

Michael Im August fiel uns ein, nach Palm Springs, etwa 100km östlich von Los Angeles zu fahren, denn Angelika hatte darüber in einem ihrer abonnierten Reisemagazine gelesen. Mitten in der Wüste gelegen, bietet es ausgebrannten Filmbossen aus den Studios rund um Los Angeles Gelegenheit, am Pool abzuhängen, ausschweifende Parties zu feiern und mit ihren Straßenkreuzern in der Gegend herumzukurven. Mit unserem gemieteten Kia Rio kamen wir uns jedenfalls vor wie von einem anderen Planeten.

Abbildung [2]: Restaurants und Bars schaffen mit Sprühnebel kühle Zonen.
Bild vergrößern
In neuem Fenster öffnen

Die Hitze dort war brutal. Normalerweise kann ich Temperaturen bis 40 Grad gut aushalten, aber in Palm Springs konnte man wirklich keine 10 Meter gehen, ohne ins Schwitzen zu geraten. Die Restaurants und Bars dort haben sich den Gegebenheiten angepasst und pusten kalten Nebel auf die Gäste, damit diese auch draußen speisen können ohne zu überhitzen.

Angelika In der Wüste ist es ja gewöhnlich heiß und trocken, aber an dem Wochenende, an dem wir Palm Springs unsicher machten, schlug sich die Stadt mit einer hohen Luftfeuchtigkeit herum. Es war nicht nur heiß sondern auch schwül, sodass selbst die Einheimischen stöhnten. Deshalb beschlossen wir, uns in höhere Lagen zu verziehen und uns mit der sogenannten "Ariel Tramway" (also einer Gondelseilbahn) von der flachen Wüstenlandschaft auf die fast 2600 m hohe Bergstation katalputieren zu lassen.

Abbildung [3]: Die Ariel Tramway bei Palm Springs führt auf die 2600m hohe Bergstation hinauf.
Bild vergrößern
In neuem Fenster öffnen

Ich bin ja bekanntlich nicht so der Bergschrat und kämpfe auch immer wieder mit Höhenangst. Deshalb musste Michael das Fotografieren übernehmen und ich stand lieber etwas weiter hinten in der Gondel. Die Seilbahn ist eine Meisterleistung des Ingenieurwesens. Das ganze Teil dreht sich nämlich auch noch während der ca. 10-minütigen Fahrt, damit alle Fahrgäste den Rundumblick genießen können und keiner beim Einsteigen drängeln muss, um vorne in der Gondel zu stehen.

Oben angekommen wanderten wir ein wenig in dem auf dem Berg gelegenen "San Jacinto State Park". Wir genossen die Ausblicke auf die Wüstenlandschaft zu unseren Füßen und die angenehmeren Temperaturen, denn der Höhenunterschied sorgte gleich für eine Differenz von 10-15 Grad Celsius. Glaubt mir, wir waren für jedes Grad dankbar. Im Winter liegt auf dem Berg übrigens sogar Schnee, und die von der ewigen Sonne geplagten Wüstenbewohner können im Schnee herumtoben. Verschiedene Restaurants auf dem Berg laden zu einem Imbiss ein. Das ist für euch in Deutschland nichts Ungewöhnliches, aber in Amerika findet man das ganz selten. Wir speisten im Peaks Restaurant mit schönem Ausblick. Das Restaurant bot erstaunlicherweise ganz passables Essen an, was in derartigen Touristenhochburgen ja eher erstaunlich ist.

Abbildung [4]: Angelika glaubt, sie steht im Palmenwald.
Bild vergrößern
In neuem Fenster öffnen

Am nächsten Tag machten wir uns dann auf in die "Indian Canyons", einem Teil des Agua Caliente Indiannerreservats. Dort kann man drei spektakuläre Schluchten mit faszinierendem Palmenbestand mitten in der absolut kargen Wüstenlandschaft erwandern. Die Worte Schatten/Wasser/Oase bekamen bei der sengenden Hitze gleich ein ganz anderes Gewicht. Falls ihr eine waschechte Wüstenerfahrung herbeisehnt, fahrt im Sommer hin. Ansonsten empfehlen wir eher die kühlere Jahreszeit für diesen Ausflug.

Abbildung [5]: Mitten in der Wüste tauchen bei Palm Springs plötzlich Oasen mit Palmen auf.
Bild vergrößern
In neuem Fenster öffnen

Wir wandern ja wirklich gern, aber schafften nur, uns zwei der drei Canyons anzuschauen, denn der Murray Canyon hätte einen etwas längeren Fußmarsch durch sandiges Gelände in sengender Sonne verlangt. Wir wollten dann doch nicht als zwei verrückte Städter, die einem Hitzschlag erliegen, in die Schlagzeilen gelangen.

Abbildung [6]: Das Indianerreservat bei Palm Springs wartet mit kilometerweiter Wüste und gelegentlichen Palmen auf.
Bild vergrößern
In neuem Fenster öffnen

Aber der Andreas Canyon und Palm Canyon ließen uns von Schatten zu Schatten hopsen. Der Palm Canyon ist 15 Meilen (24 km) lang und besteht, wie der Name schon verrät, aus Palmen soweit das Auge reicht. Beeindruckend war die Stille in dieser Palmenoase. Um die Canyons zu sehen, zahlt man pro Nase $8, denn die Indianer müssen schließlich auch von etwas leben.

... weiterlesen


PDF Drucken
RSS Feed
Diskussion im
Forum
Mailing Liste
Impressum
Mike Schilli Monologues



Auf die Email-Liste setzen

Der Rundbrief erscheint in unregelmäßigen Abständen. Wer möchte, kann sich hier eintragen und erhält dann alle zwei Monate eine kurze Ankündigung per Email. Sonst werden keine Emails verschickt.

Ihre Email-Adresse


Ihre Email-Adresse ist hier sicher. Die Rundbrief-Redaktion garantiert, die angegebene Email-Adresse nicht zu veröffentlichen und zu keinem anderen Zweck zu verwenden. Die Mailingliste läuft auf dem Google-Groups-Service, der sich ebenfalls an diese Richtlinien hält. Details können hier eingesehen werden.
Alle Rundbriefe:
2010 85
2009 79 80 81 82 83 84
2008 73 74 75 76 77 78
2007 66 67 68 69 70 71 72
2006 59 60 61 62 63 64 65
2005 54 55 56 57 58
2004 49 50 51 52 53
2003 43 44 45 46 47 48
2002 36 37 38 39 40 41 42
2001 28 29 30 31 32 33 34 35
2000 20 21 22 23 24 25 26 27
1999 13 14 15 16 17 18 19
1998 7 8 9 10 11 12
1997 1 2 3 4 5 6
1996 0

Spezialthemen:
USA: Schulsystem-1, Schulsystem-2, Redefreiheit, Waffenrecht-1, Waffenrecht-2, Krankenkasse-1, Krankenkasse-2, Medicare, Rente, Steuern, Jury-System, Baseball, Judentum
Immigration: Visa/USA, Warten auf die Greencard, Wie kriegt man die Greencard, Endlich die Greencard, Arbeitserlaubnis
Touren: Alaska, Vancouver/Kanada, Tijuana/Mexiko, Tokio/Japan, Las Vegas-1, Las Vegas-2, Kauai/Hawaii, Shelter Cove, Molokai/Hawaii, Joshua Nationalpark, Tahiti, Lassen Nationalpark, Big Island/Hawaii-1, Big Island/Hawaii-2, Death Valley, Vichy Springs, Lanai/Hawaii, Oahu/Hawaii-1, Oahu/Hawaii-2, Zion Nationalpark, Lost Coast
Tips/Tricks: Im Restaurant bezahlen, Telefonieren, Führerschein, Nummernschild, Wohnung mieten, Konto/Schecks/Geldautomaten, Auto mieten, Goodwill, Autounfall, Credit Report, Umziehen, Jobwechsel, Smog Check
Fernsehen: Survivor, The Shield, Curb your Enthusiasm, Hogan's Heroes, Queer Eye for the Straigth Guy, Mythbusters, The Apprentice, The Daily Show, Seinfeld
Silicon Valley: Netscape-1, Netscape-2, Netscape-3, Yahoo!
San Francisco: SoMa, Mission, Japantown, Chinatown, Noe Valley, Bernal Heights
Privates: Rundbrief-Redaktion


 
Kommentar an usarundbrief.com senden
Lob, Kritik oder Anregungen? Über ein paar Zeilen freuen wir uns immer.

In der Textbox können Sie uns eine Nachricht hinterlassen. Wir beantworten jede Frage und jeden Kommentar, wenn Sie ihre Email-Adresse in das Email-Feld eintragen.

Falls Sie anonym bleiben möchten, füllen Sie das Email-Feld bitte mit dem Wort anonym aus, dann wird die Nachricht dennoch an uns abgeschickt.

Ihre Email-Adresse


Nachricht

 


Impressum
Letzte Änderung: 07-Dec-2009