26.01.1997 Deutsch English

Die Ankunft

San Francisco. Aus dem Wohnzimmerfenster geschaut.
San Francisco. Aus dem Wohnzimmerfenster geschaut.

(Angelika) Am 30.12.1996 bin ich auf dem Flughafen in San Francisco gelandet. Michael und unsere Freunde Sylvia und Richard haben mich dort gebührend empfangen. Da ich abends angekommen bin, konnte ich zunächst nur die Lichter der Stadt bewundern. Sehr gespannt war ich natürlich auf unsere Wohnung, und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht worden bin. Trotz der nur zwei Zimmer ist die Wohnung für uns beide geräumig genug, da wir ja nicht viele Möbel verschifft haben. Ich denke, wir werden es uns recht gemütlich machen. Ein Futon-Sofa haben wir uns schon gekauft. Das Sofa kann man gleichzeitig als Gästebett benutzen: Ihr seht, wir denken praktisch.

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Sichere und unsichere Stadtviertel

Die Umzugskiste aus München kommt in San Francisco an.
Die Umzugskiste aus München kommt in San Francisco an.

(Angelika) Nun noch einmal zurück zu unserem Stadtviertel: Was noch sehr wichtig ist, Noe Valley ist sehr sicher, d.h. man kann sich zu jeder Tages- und Nachtzeit frei auf den Straßen des Viertel bewegen, ohne sich ängstigen zu müssen. Zur Zeit stört mich wirklich am meisten, dass ich immer überlegen muss, wo ich bedenkenlos hingehen kann und wo nicht. Manchmal hat das auch zur Folge, dass man lieber einen Umweg in Kauf nimmt, bevor man sich in ein unsicheres Viertel begibt. San Francisco ist diesbezüglich wirklich eine typische amerikanische Großstadt; völlig ruhige Wohngegenden werden zwei Straßen weiter zu einem total heruntergekommenen Viertel, das man bei Einbruch der Dunkelheit tunlichst meiden sollte. Leider hat Michael ein sicheres Gespür dafür, die etwas "verhauten" Viertel zu finden. So waren wir an einem Sonntag mit dem Bus unterwegs und sind durch ein Viertel gefahren, in dem wir auch bei Tag nicht hätten aussteigen wollen. Am Straßenrand standen nur noch ausgebrannte Autowracks herum, die Müllberge türmten sich und es war kein Weißer mehr auf der Straße zu sehen. Der Busfahrer öffnete in dieser Gegend nicht mehr die Türen, obwohl Leute an der Bushaltestelle standen. Wir hatten den Eindruck, dass er echt besorgt um uns war, weil er ständig in den Rückspiegel schaute und Blickkontakt zu uns aufnahm. Das hat uns dann doch etwas beunruhigt. In solchen Situationen sehne ich mich dann sehr nach dem sicheren Pflaster München.

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Existenz durch Sozialversicherungsnummer Führerschein

Angelika erhält die begehrte Sozialversicherungsnummer
Angelika erhält die begehrte Sozialversicherungsnummer

(Angelika) Viele von euch wollen jetzt sicher wissen, was ich so den lieben langen Tag mache, wenn Michael in der Arbeit ist und seinen Computer traktiert. Ich bin zur Zeit immer noch dabei, die nähere Umgebung zu erkunden und die bürokratischen Dinge zu regeln. Zwei Dinge sind nämlich unerlässlich, um in Amerika bzw. Kalifornien zu leben:

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Letzte Änderung: 04-Jan-2026