(Michael) Und hier die neue Reihe: Die unnützesten Sportartikel Amerikas. Wie ihr vielleicht wisst, gibt sich der Amerikaner keineswegs so natürlichen Sportarten wie Fußball hin, sondern zieht sich dafür Ritterrüstungen und Helme an, nimmt den Ball mit der Hand und foult wie nicht gescheit. Geheimnisvolles Amerika! Nie werde ich die Regeln dieses Sports verstehen. Aber nachdem bei uns auf dem Klo stets Sportartikelprospekte zur Lektüre bereitstehen, stelle ich heute mal die beiden unnützesten Waren vor, die ich dort gefunden habe: Erstens mal der kleine Ständer, der einen eiförmigen Football aufrecht hält (Abbildung 1).
Es gibt beim amerikanischen Football nämlich die Situation, dass einer tatsächlich das Ei mit dem Fuß ins Tor befördern muss. Das kommt vielleicht drei-, viermal im Spiel vor und dafür kommt jedesmal ein abgehalfterter europäischer Fußballspieler von der Bank (Lothar, das wär doch noch was!), ein anderer Spieler hält das Football-Ei mit der Hand aufrecht, und der abgehalfterte europäische Fußballer bolzt den Ball aus 30, 40 Metern in ein Tor, das etwa so breit wie ein Fußballtor ist, aber 10 Meter hoch und es steht kein Torwart drin. Um diese Situation mangels eines ballhaltenden Mitspielers zu trainieren, gibt's im Sportartikelkatalog von Eastbay den praktischen Footballhalter aus Metall. Für nur $19.95! Naja, wer's braucht.
Football wird in sehr unterschiedlichen Klimazonen in den USA gespielt. Berühmt sind die Greenbay Packers, die irgendwo im saukalten Wisconsin, wo es im Winter gerne mal 20 Grad minus hat, kalifornische Mannschaften einladen, die sich dann den Arsch abfrieren und verlieren. Doch, halt, den kalifornischen Sonnyboys kann geholfen werden: Mit dem Muff für Footballspieler. Das ist ein kleines umhängbares Pelzröhrchen, in das man seine Hände während der beim Football nicht seltenen Spielpausen hineinsteckt und mittels des künstlichen Taschenofens drinnen aufwärmt. Alles Schnullis, diese Footballspieler. Markieren den starken Mann und wärmen sich in Omas Muff. Ha!
Das war's mal wieder aus unserer heiteren Welt in Amerika. Gehabt's euch wohl, bis zum Weihnachtsrundbrief! Eure Amerikaabenteurer
Angelika und Michael