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Zwei Deutsche in San Francisco und ihre Sicht der Welt. |
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Aktuelle Diskussion im Forum
Von Putzlappen und Pitchmen
Michael Ich bin ja nun wirklich aufgeschlossen, was neue Produkte angeht, und kaufe eigentlich alles, was auch nur im entferntesten interessant klingt. Auch gerne mal ein revolutionäres neues Putzprodukt, aber zum maßlos überteuerten Putzlappen "Shamwow", einem angeblich aus Deutschland stammenden Produkt, konnte ich mich bislang nicht durchringen. Die erstaunlichen Fähigkeiten des Shamwow-Putzlappens kann man sogar in einem Youtube-Video bestaunen, und ich muss sagen, dass die Präsentation dieses "Pitchman" (Anpreiser) genannten Marktschreiers wirklich überzeugend ist. Das Hauptproblem des Wunderputzlappens ist der Preis. Beim Costco kostet eine Sammelpackung knapp unter dreißig Dollar. Das ist für einen Putzlappen doch etwas übertrieben, finde ich. Andere Costco-Kunden scheinen der gleichen Meinung zu sein, denn die Shamwow-Kartons liegen wie Blei in den Regalen.
Übrigens läuft im Fernsehen derzeit eine neue Serie "Pitchmen", die zwei der bekanntesten Infomercial-Präsentatoren, Billy Mays und Anthony Sullivan, bei ihrer Arbeit verfolgt. Billy Mays ist der Typ mit dem schwarzen Bart, der immer herumschreit, als hätte er einen Hörschaden. Eines seiner aktuell beworbenen Produkte ist zum Beispiel die Slider Station. In der Sendung "Pitchmen", die als unterhaltende Dokumentation daherkommt, sieht man die beiden Pitchmänner mit dem mächtigen Chef des Infomercial-Imperiums, der die Anpreisungsspots mit den Pitchmen dreht, stundenweise en bloc Werbezeit einkauft, und die Fernsehmillionen damit berieselt. Der Trick ist immer der gleiche, das Produkt kostet so um die $20, aber heute nur $14.99, und nicht etwa nur für ein Exemplar, sondern, wenn man in den nächsten fünf Minuten anruft, gleich für zwei, und zusätzlich gibt's noch einen Schlüsselanhänger dazu. "But that's not all!" ruft der Pitchman dann und legt noch was drauf. In der Sendung kommen Erfinder mit Bauchladen zum Werbeboss und den Pitchmännern, die dann darüber debattieren, ob man den Krempel gewinnbringend an den Mann bringen kann. Die ersten paar Episoden haben mir gut gefallen, vom Konzept her ist das so eine Art The Deadliest Catch, eine Reality-Dokuserie, die ja auch schon eine Weile erfolgreich läuft. Hoffen wir mal, dass das Pitchmen-Team es schafft, noch interessante Folgen zu produzieren bevor die Serie auf dem gnadenlosen amerikanischen Fernsehmarkt wegen Quotenmangel eingestampft wird. Nachtrag der Redaktion: Am 28.6.2009, etwa vier Wochen nach dem Erscheinen des Beitrags, verstarb Billy Mays überraschend an einem Herzinfarkt und das Fortbestehen der Serie ist fraglich. |
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Letzte Änderung: 03-Sep-2009 |