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Zwei Deutsche in San Francisco und ihre Sicht der Welt. |
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Don't call it Frisco
Angelika: Der Mensch kürzt lange Begriffe bekanntlich gern ab oder verniedlicht sie. Das Wort "San Francisco" ist da ein besonders beliebtes Opfer: S.F., San Fran oder Frisco kommt einem immer wieder zu Ohren. Bis dato galt es aber unter Einheimischen dieser Stadt als verpöhnt, San Francisco "Frisco" zu nennen. Sofort wurde man als Tourist entlarvt. Es hieß schlicht "the City" (die Stadt). Das wurde so ernst genommen, dass selbst ein Waschsalon mit dem Namen "Don't call it Frisco" (nenne es nicht Frisco) auf der Hayes-Street gibt. Seit geraumer Zeit taucht der Begriff "Frisco" allerdings in Rapsongs auf und recht hippe T-Shirts mit dem Logo "Frisco" erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Ich spreche jetzt nicht von T-Shirts, die man in Billigläden in Chinatown oder der Touristenfänger Hochburg "Fisherman's Wharf" erwerben kann.
Ganz im Gegenteil, Läden, in denen sich die jungen Coolen -- Marke draufgängerischer Skateboardfahrer, lässiger Surfer oder Graffiti-Sprüher -- einkleiden, verkaufen sie. Der Begriff "Frisco" hat unzweifelhaft ein Comeback als Gegenbewegung zum Establishment. Deshalb würde ich den 30-Jährigen (und aufwärts) nicht gerade raten, mit diesen T-Shirts herumzulaufen. Selbst Michael, der ja bekanntlich den legeren kalifornischen Kurze-Hosen- und Turnschuh-Look mit weiten T-Shirts bevorzugt, traut sich da nicht heran.
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Letzte Änderung: 06-Jul-2008 |