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Zwei Deutsche in San Francisco und ihre Sicht der Welt. |
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Aktuelle Diskussion im Forum
KaraokeNun möchte ich noch etwas zu eurer Erheiterung beitragen. Wie Michael ja schon einmal erwähnte, werden wir in naher Zukunft wahrscheinlich in Japan Urlaub machen. Deshalb gab es dieses Jahr zu Weihnachten lauter Geschenke zum Thema "Japan". So durfte sich Michael über Sake-Tassen (Sake=japanischer Reiswein), verschiedene Sake-Sorten, Miso-Suppen-Schalen und als Höhepunkt über einen Japanisch-Kurs freuen, den wir beide im April starten. Aber was wäre Japan ohne Karaoke. Ihr wisst schon, dass ist die Sache, wo man selber zu bekannter Musik singt. In der Regel läuft ein Video auf einem Bildschirm, die Musik spielt und der Text des Liedes wird eingeblendet -- singen muss man selbst. Nun liebt Michaels japanische Kollegin "Karaoke". Sie sagt das Gesinge entspanne sie total. Während einer Weihnachtsfeier bei einem anderen Kollegen von Michael, versuchte sie uns nun zu überreden, doch einmal mit ihr zum Karoke zu gehen. Ich erbleichte zunächst vor Schreck, nahm ich doch an, dass ich auf einer Bühne vor einigen hundert Menschen singen müsste (so kannte ich es aus dem Fernsehen).
Weit gefehlt. In Japan läuft Karoke ganz anders ab: Man mietet sich einen Raum, der mit Fernseher und Video und natürlich Mikrofon und gigantischen Boxen ausgestattet ist, und man singt unter sich. In Japan ist es zum Beispiel beliebt, dass man erst mit Freunden zum Essen ausgeht und sich dann später ein Karoke-Zimmer mietet. Da ich bei der besagten Weihnachtsfeier besonders gute Laune hatte, stimmte ich frohgemut zu, was Michael etwas erbleichen ließ. Gesagt, getan: In Japantown in San Francisco kann man nämlich nicht nur gut Sushi (rohen Fisch) essen, sondern auch Karaoke-Räume in einem Karoke-Studio (die machen nichts anderes) mieten. Es war genau so wie beschrieben: Ein kleiner Raum mit Fernseher, Musikanlage und Couch sowie riesigen Ordner, aus denen man die Lieder, die man singen will, heraussucht (ein Ordner war mit englischen, einer mit japanischen Songs). Dann gibt man die Liednummer über Fernbedienung in den Karaoke-Kasten ein und gleich darauf ertönt die Musik und das Video erscheint mit dem Liedtext auf dem Bildschirm. Damit man auch weiß, wann man lossingen muss, wird der Text farblich unterlegt.
Übrigens laufen dort nicht etwa die bekannten Musikvideos, die zum Originalsong gehören, sondern wahrscheinlich aus Copyright-Gründen ganz andere, was teilweise zum Totlachen ist. Ihr hättet uns sehen müssen. Michael sang natürlich "Sharped Dressed Man" von "ZZ Top" -- unbezahlbar. Das Ganze ist übrigens gar nicht so einfach. Man setzt oft falsch ein, obwohl der Text farblich unterlegt wird und wegen des Mikrofons und der Verstärkung ist es nicht ganz einfach, den Ton zu halten. Aber je falscher, desto lustiger! Und Michaels Kollegin hatte recht. Das Ganze ist tatsächlich entspannend. Die zwei Stunden, die wir den Raum gemietet hatten, vergingen wie in Flug. Na, möchte das einer von euch ausprobieren, wenn er uns das nächste Mal besuchen kommt? So, das war's mal wieder aus dem wilden, wilden Westen von euren rasenden Rundbriefreportern, die weder Tod noch Teufel fürchten. Vier Fäuste für ein Halleluja, yeeehaw! Michael und Angelika |
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Letzte Änderung: 06-Jul-2008 |